Sport : Die Deutschen laufen hinterher

Mit den Norwegern Bente Skari und Anders Aukland gab es beim Skilanglauf-Weltcup im italienischen Cogne die gleichen Sieger wie beim Saisonauftakt vor 14 Tagen in Kuopio. Für das beste Resultat der Starter des deutschen Skiverbandes (DSV) sorgte Axel Teichmann (Lobenstein). Auf der im klassischen Stil gelaufenen 10-km-Strecke erfüllte er mit nur 34,7 Sekunden Rückstand als 15. die halbe Olympia-Norm. Dagegen konnten die deutschen Damen mit Viola Bauer (Oberwiesenthal) auf dem 30. Platz auch auf dem Kunstschnee-Band im Aosta-Tal den Rückstand hinter der Weltspitze nicht verkürzen.

Beim 23. Weltcup-Tagessieg ihrer Laufbahn hatte Weltmeisterin Skari nach den fünf Kilometer auf der knochenhart gefrorenen und sehr schnellen Loipe 6,7 Sekunden Vorsprung vor Weltcup-Spitzenreiterin Olga Danilowa (Russland). Mit der 21-jährigen Vibeke Skofterud auf dem dritten Platz, Tina Bay (5.), Anita Moen (6.) und Hilde Pedersen (8.) landeten insgesamt fünf Norwegerinnen unter den ersten Acht. Bei den Männern brachten die "Norges" vier Läufer in den Bereich. Anders Aukland, der 1999 norwegischer Landesmeister der Leichtathleten über 5000 und 10 000 m war, verwies beim zweiten Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn Weltmeister Per Elofsson (Schweden) um 10,2 Sekunden auf den zweiten Platz und verteidigte sein Gelbes Trikot.

"Axel Teichmanns 15. Platz mit dem geringen Rückstand war sehr gut", schätzte DSV-Weltcup-Koordinator Jochen Behle ein. Zur Erfüllung der Olympia-Norm muss Teichmann noch einmal mindestens 15. werden. Andreas Schlütter habe mit dem harten Kunstschnee und dem eckigen Kurs Probleme gehabt und sei als 21. etwas unter seinen Erwartungen geblieben. "Der 23. Rang von Jens Filbrich ist sensationell gut und sein bisher bestes Resultat. Rene Sommerfeldt kam mit der extrem schnellen Loipe nicht zurecht. Er fand von Beginn an nicht seinen Rhythmus. Rene ist besser als der 40. Platz", sagte Behle.

Nicht zufrieden war er dagegen mit den Frauen. "Die Plätze 30 für Viola Bauer, 33 für Manuela Henkel, 34 für Evi Sachenbacher und 60 für Ramona Roth sind nicht das, was wir wollen. Allerdings muss man sehen, dass ihnen allen nach dem langen Ausdauer-Block - wie den Russinnen auf höherem Niveau - derzeit noch die Spritzigkeit fehlt", sagte Behle.

Von den deutschen Teilnehmern schaffte der für Spanien laufende Johann Mühlegg als Fünfter das beste Resultat. "Das ist so ein Ergebnis, auf das ich gehofft hatte, auch wenn ich nicht restlos zufrieden bin. Ich wollte aufs Treppchen", sagte der Allgäuer.

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