Sport : Die deutschen Weißkittel auf dem Weg nach Olympia - die Sieben bringt das Glück

Ausgerechnet die Sieben ist für die deutschen Judoka zur Glückszahl geworden. Bei den am Donnerstag in beginnenden WM lösen alle Judoka die Tickets für die Olympischen Spiele 2000 in Sydney, die mindestens den siebten Platz belegen. "Natürlich ist es unser Ziel, möglichst in allen Klassen unter die besten Sieben zu kommen. Aber zwei Medaillen und zwei weitere Sydney-Tickets wären schon sehr gut", sagt Dietmar Hötger. Der Bundestrainer ist mit seinen erfolgverwöhnten Athleten nach der medaillenlosen Pleite bei der EM in Bratislava in Zugzwang geraten. Der Coach merkt vor der WM auch, dass der Ruhm von Atlanta längst vergessen ist. 1996 hatte Hötger seinen Musterschüler Udo Quellmalz zu Olympia-Gold geführt, das dritte Judo-Gold für einen Deutschen überhaupt. Quellmalz ist in Birmingham als Coach der gastgebenden Briten direkter Rivale seines ehemaligen Lehrmeisters. Hötger glaubt, die Ursache für das Versagen des Olympia-Dritten Möller (Berlin), Spittka (Frankfurt/Oder) oder Gürschner (Cottbus) gefunden zu haben: "Ohne hundertprozentige Einstellung kann man nichts gewinnen."

Bei der WM 1997 in Paris reichte es nur zu zwei Silbermedaillen durch Spittka und Anja von Rekowski (Hannover). Diesmal startet Mannschaftsführerin Rekowski arg lädiert, nachdem eine Knieverletzung zuletzt optimales Training unmöglich machte. Dennoch rechnet Damen-Bundestrainer Norbert Littkopf mit der routinierten Rekowski, hofft aber vor allem auf Medaillen durch Europameisterin Katja Gerber (Leipzig) und die EM-Dritte im Schwergewicht, Sandra Köppen (Brandenburg).

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