Sport : Die DFL denkt an eine Änderung der Musterverträge

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Die Profis der Ersten und Zweiten Bundesliga müssen sich möglicherweise auf ein Verbot von Sportwetten einstellen. Zumindest berät die Deutsche FußballLiga (DFL), die für den Spielbetrieb der beiden Ligen zuständig ist, über die Einführung eines solchen Wettverbots. Dies würde eine Änderung der Musterverträge betreffen, wie das Handelsblatt aus dem Ligaumfeld erfuhr. Die Beratungen sind noch in einem frühen Stadium.

Es ist noch nicht klar, ob sich ein Verbot nur für Wetten auf die Spiele des Vereins beziehen könnte, bei dem der Spieler angestellt ist. Auch wird diskutiert, ob die Annahme von Siegprämien von Seiten vereinsfremder Personen legitim bleibt . Den Empfang derartiger Prämien haben bislang Dynamo Dresden und der SC Paderborn zugegeben. Kontrolliert werden könnten die Verbote bei der Lizenzierung. Wechselt ein Spieler zu einem Erst- oder Zweitligisten oder erhält er erstmals einen Profi-Vertrag, geht eine Kopie an die DFL . Sie lizenziert dann den Spieler für ihren Bereich.

Ein Wettverbot würde zwar seine Umgehung nicht verhindern, sagt Wulf Hambach, Wettrechtsexperte der Grünwalder Kanzlei Arendts Anwälte, „aber es gäbe dann auch klare Ansprüche des Vereins gegen einen Spieler, der Manipulation begeht. Dies erhöht das Haftungsrisiko für den Spieler“. Flöge ein Schwindel auf, würden die Schadenersatzklagen höher ausfallen. Ein Verbot existiert bereits für Aktien von Fußballklubs. In die Schlagzeilen geriet deshalb Fredi Bobic, der bei Hertha BSC spielt. Er war bei Borussia Dortmund unter Vertrag, als dieser an die Börse ging, und bekam damals Anteile. Nachdem Meldungen auftauchten, Bobic besitze diese auch nach seinem Wechsel – er schade also seinen Finanzen, wenn er ein Tor gegen Borussia Dortmund erziele –, ließ er per Anwalt erklären, er habe die Aktien verkauft . HB

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