Sport : Die dritte Kraft

Benedikt Voigt

warnt den FC Bayern und Schalke 04 Aus aktuellem Anlass sei an dieser Stelle auf den 21. Mai 2005 verwiesen. Das ist der letzte Spieltag der Bundesligasaison 2004/05, und an jenem Tag empfängt der VfB Stuttgart den FC Bayern. Ein Freund des FC Schalke 04 könnte nun glauben, dass sich das ganz gut trifft, weil dies die Gelegenheit für den FC Bayern sein könnte, die entscheidenden Punkte im Kampf um die Meisterschaft zu verlieren. Wenn er sich da nicht täuscht. Inzwischen besteht nämlich die Chance, dass eine Niederlage des FC Bayern am letzten Spieltag überhaupt nicht den Schalkern zum Titel verhilft. Vielmehr könnte der Meistertitel doch im Gottlieb-Daimler-Stadion gefeiert werden: vom VfB Stuttgart.

Zugegeben, dieses Szenario ist sieben Spieltage vor dem Ende sehr hypotetisch. Und das glückliche 2:1 der Stuttgarter im Spitzenspiel bei Werder Bremen war nicht dazu angetan, diese Mannschaft zu einem Meisterschaftsanwärter hochzujubeln. Doch der Auswärtssieg beim amtierenden Titelträger darf zumindest als der Moment gelten, an dem sich der VfB Stuttgart als dritte Kraft in der Liga etabliert hat. Und der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Meisterschaft tatsächlich möglich ist. Fünf Punkte fehlen auf die beiden Spitzenteams, die noch in Stuttgart antreten müssen. Und Trainer Matthias Sammer weiß im Gegensatz zu Felix Magath und Ralf Rangnick bereits, wie man Meister wird.

Vieles hängt vom kommenden Samstag ab. Dann bekommt der VfB Stuttgart gegen Schalke 04 die Chance, endgültig in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Oder sich zu verabschieden.

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