Sport : Die Eintracht darf endlich feiern

Dortmund - Frankfurt 1:1

Felix Meininghaus

Dortmund - Vor dem Gastspiel in Dortmund hat Friedhelm Funkel alles versucht, seiner unerfahrenen Mannschaft die Angst vor der imposanten gelben Wand zu nehmen: „Meine Jungs freuen sich darauf, vor der Südtribüne zu spielen“, hat der Trainer von Eintracht Frankfurt gesagt: „Das ist immer ein Riesenspaß.“ Wie spaßig es sein kann, die größte Stehplatztribüne der Welt mit einem Schlag verstummen zu lassen, hat dann Du-Ri Cha gezeigt. Sein fulminanter Weitschuss schlug in der 54. Minute mit Höchsttempo hinter Dortmunds Torhüter Dennis Gentenaar im Netz ein. Es war ein spektakuläres Tor, das der Eintracht vor 80 200 Zuschauern den Klassenerhalt sicherte. Der Treffer von Salvatore Gambino zum 1:1-Endstand in der 87. Minute brachte das Frankfurter Saisonziel nicht mehr ins Wanken.

Das letzte Heimspiel des Aufsteigers in einer Woche gegen Borussia Mönchengladbach wird zum Schaulaufen. Ein Umstand, den Funkel außerordentlich begrüßt: „Auf den Nervenkitzel können wir gut verzichten.“ Dass Frankfurts Trainer seine Mannschaft mit siebenfachem Ersatz aufs Feld schicken musste, war der Begegnung in keiner Phase anzumerken. Von der ersten Minute an gelang es den Frankfurtern, das Spiel mit hohem läuferischen Aufwand ausgeglichen zu gestalten. „Das, was wir erhofft haben, ist eingetreten“, sagte Frankfurts Aufsichtsrats- Vorsitzender Heribert Bruchhagen: „Unsere Qualität hat ausgereicht, um Dortmund nicht ins Spiel kommen zu lassen.“

Zudem kam der Eintracht der Umstand entgegen, dass die Dortmunder einen schlechten Tag erwischt hatten und sich immer wieder in der dichten Defensive der Gäste festspielten. Was doch noch in die Spitze durchkam, vergaben die Stürmer auf fahrlässige Weise. So gelang es Ebi Smolarek, den Ball aus vier Metern völlig frei vor Torhüter Nikolov an die Unterkante der Latte zu setzen. Den Gästen konnte das recht sein, sie brachten den Punkt mit vereinten Kräften über die Zeit. „Wir sind auf dem Zahnfleisch gegangen“, sagte Stürmer Ioannis Amanatidis. „Jetzt sind wir erleichtert und können ausgiebig feiern.“ Die Dortmunder werden darauf am Ende der Saison vermutlich verzichten müssen. Durch das Unentschieden haben sie kaum noch die Chance, Hertha BSC vom sechsten Tabellenplatz, der Startberechtigung für den UI-Cup, zu verdrängen.

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