• Die Eisbären können doch noch siegen Barta trifft zum 1:0 gegen die Kassel Huskies

Sport : Die Eisbären können doch noch siegen Barta trifft zum 1:0 gegen die Kassel Huskies

Mathias Klappenbach

Berlin - Corey Hirsch war erst um 16 Uhr in Berlin aus dem Flugzeug gestiegen und sofort zu seiner neuen Mannschaft gefahren. Um 19.30 Uhr stand der Kanadier dann im Sportforum Hohenschönhausen schon einsatzbereit auf dem Eis. Corey Hirsch ist aber kein Neuzugang bei den Berliner Eisbären, die Kassel Huskies haben den Torwart vom SC Langnau (Schweiz) gestern verpflichtet, weil ihr Stammtorhüter Joaqin Gage noch längere Zeit verletzt ausfällt. Mit dem Ersatztorwart Jan Münster hatten die als Play-off-Kandidat geltenden Huskies in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zuletzt sechs Mal hintereinander verloren. Der Tabellenletzte also als Aufbaugegner für die Eisbären, die in vier der letzten fünf Partien das Eis als Verlierer verlassen hatten? Dem Ergebnis nach ja, denn die Eisbären siegten nach zwei Niederlagen in den vergangenen fünf Tagen vor 3500 Zuschauern im Sportforum 1:0 (0:0, 1:0, 0:0). Alexander Barta schoss das Tor des Abends.

Corey Hirsch machte seine Sache gestern zunächst gut. So viel hatte er allerdings auch nicht zu tun, im ersten Drittel vergaben Steve Walker (Pfosten) und Kelly Fairchild die besten Chancen für die Eisbären. Deren Trainer Pierre Pagé setzte den Stürmer Fairchild gestern mal wieder als Verteidiger ein, weil die gesperrten Micki Dupont und Derrick Walser fehlten. Doch nicht nur Fairchild, auch die anderen Verteidiger der Berliner brachten mit vielen leichten Fehlern und schlechten Pässen die Gäste immer wieder in gute Schusspositionen. Oliver Jonas im Tor der Berliner wehrte diese Chancen aber eine nach der anderen ab.

Als zu Beginn des zweiten Drittels der neue Eisbärenstürmer Erik Cole eine gute Chance vergeben hatte und sein Kollege Mark Beaufait wegen einer Leistenzerrung nicht weiterspielen konnte, gab es noch weniger gute Szenen zu sehen. Nach einer halben Stunde riefen die Fans „Wir wollen die Eisbären sehen“, kurz vor Ende des zweiten Drittels gab es sogar einige Pfiffe gegen Florian Keller, als er unbedrängt einen Fehlpass spielte. Die Pfiffe waren kaum verklungen, da jubelten die Berliner Fans auf einmal, und verantwortlich dafür war Corey Hirsch. Der neue Torwart der Huskies hatte einen Schuss von Alexander Barta durch seine Schoner rutschen lassen – nach 39 Minuten stand es 1:0 für die Eisbären.

Trotz des knappen Ergebnisses wurde das Spiel auch im letzten Drittel nicht besser, die beiden Torhüter Hirsch und Jonas waren die besten Spieler auf dem Eis. Das Spiel hatte nach 60 Minuten einen Sieger, weil Jonas im Gegensatz zu Hirsch keinen Fehler gemacht hatte. Hirsch, der in der nordamerikanischen Profiliga NHL lange für die Vancouver Canucks spielte, hat an seinem ersten Tag in Deutschland dann doch noch ein bekanntes Gesicht getroffen. Bei der Weltmeisterschaft 1995 in Schweden stand er im Tor des Teams Kanada. Sein Trainer damals: Pierre Pagé.

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