Sport : Die Eisbären zittern

Berliner durch das 5:3 in Bietigheim im Pokal-Viertelfinale

Claus Pfitzer

Bietigheim-Bissingen. In der Zweiten Eishockey-Bundesliga spielen die Bietigheim Steelers in dieser Saison eher eine Nebenrolle. Der Provinzklub aus Schwaben liegt derzeit nur auf Platz elf. Gestern aber strengten sich die Bietigheimer besonders an, schließlich schaute im Achtelfinale des Eishockey-Pokals prominenter Besuch in der Eisarena Ellental vorbei: Der EHC Eisbären Berlin, Tabellenführer aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Ein Prädikat, das gestern nichts bedeutete: Die Eisbären kamen nur knapp an einer Blamage vorbei. Nachdem es im letzten Drittel noch 3:3 gestanden hatte, siegten die Berliner 5:3 (0:1, 3:2, 2:0) und sind somit im Viertelfinale, das am 11. November ausgetragen wird.

„Wenn wir diszipliniert spielen, haben wir vielleicht eine Chance“, hatte Danny Naud gesagt. Der Trainer des Außenseiters lag nicht daneben. Der konzentriert agierende Zweitligist verlegte sich aufs Kontern, während sich die ungestüm anrennenden Eisbären im Wege standen. Dazu noch war Bietigheims Torwart Scott Fankhouser gut aufgelegt – kein Wunder, der 28-jährige US-Amerikaner hat schon ein paar Spiele in der nordamerikanischen Profiliga NHL absolviert. Ein kleines Wunder war es hingegen, dass Bietigheim in der 10. Minute in Führung ging, durch den ehemaligen Eisbären-Stürmer Benjamin Hinterstocker. Im zweiten Drittel lief es zunächst besser bei den Berlinern. 46 Sekunden nach der Pause traf Denis Pederson zum 1:1 und nur vier Minuten später im Powerplay brachte der Kanadier das DEL-Team in Führung. Keith Aldridge schoss dann in Unterzahl das 3:1 (29.). Doch die Berliner waren im Folgenden zu undiszipliniert: Sebek (32.) und Ritchie (34.) erzielten Tore für die Schwaben, es stand 3:3.

2000 Bietigheimer Fans waren begeistert, der Zweitligist durfte von der Überraschung träumen – bis zur 52. Minute: Da erlöste Pederson mit seinem dritten Tor die Eisbären, Shannon traf noch zum 5:3 (55.). Die Berliner hatten das Glück und Oliver Jonas am Ende auf ihrer Seite: In der 41. Minute war Brezina mit einem Penalty am Eisbären-Torwart gescheiter.

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