Die EM-News am Dienstag : Löw: "Große Rivalität, aber kein Krieg"

Was gibt es Neues aus dem Deutschen EM-Quartier? Und was passiert bei den anderen Teams? Verfolgen Sie alle Nachrichten rund um die Fußball-Europameisterschaft bei uns im Nachrichtenticker.

Joachim Löw verteilt die Hütchen, aber er verrät noch nicht an wen.
Joachim Löw verteilt die Hütchen, aber er verrät noch nicht an wen.Foto: dpa

18:00 Uhr: Auf geht's mit den Spielen des Tages, die Sie wie immer in unserem Live-Ticker verfolgen können.

17:00 Uhr: In einer Stunde spielen Griechen und Tschechien als erste Teams bei dieser EM zum zweiten Mal. Hier blicken wir auf das Spiel voraus.

16:45 Uhr: Und das war es dann auch schon. Wer jetzt schlauer ist, der darf sich gern melden.

16:41 Uhr: Dann wieder Schweinsteiger: "Wir können einen großen Schritt machen, aber es wird ein schwieriges Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft." Spricht es aus und klingt dabei verdächtig schläfrig.

16:39 Uhr: Das verflixte zweite Spiel: Zuletzt hat Deutschland bei großen Turnieren das zweite Vorrundenspiel immer verloren. Deswegen sei man aber nicht weniger selbstbewusst als sonst, versichert der Bundestrainer. Klar sei aber, dass sowohl Offensive als auch Defensive mehr gefordert werden dürften als noch gegen Portugal.

16:35 Uhr: Hitzeschlacht, große Rivalität, aber kein Krieg. Joachim Löw ordnet das Duell gegen Holland etwas niedriger ein als ein fragender Journalist auf der Pressekonferenz in Charkiw.

16:33 Uhr: Eine chinesische Journalistin aus Shanghai lobt Löws Kleidungsstil und stellt dann eine Frage zum Gegner Holland. Der Bundestrainer lacht das Kompliment weg und sagt dann, dass er keine Überraschungen in taktischer Hinsicht von den Holländern erwartet.

16:30 Uhr: Schweinsteiger trägt ein großes Pflaster am Hals, aber das sei nichts Schlimmes versichert er: "Mir geht's gut" und lächelt dabei freundlich in die Runde.

16:25 Uhr: So eine Pressekonferenz der Uefa läuft anders ab, als das, was sonst aus dem deutschen Quartier in Danzig kommt. Es werden noch mehr Allgemeinplätze abgegrast, zum Beispiel das Wetter, der Robben, die Fans und ein bisschen wird dann auch noch zum Gegner gesagt. Löw bezeichnet die Niederlage der Holländer zum Auftakt gegen Dänemark als "unglücklich". Zur Aufstellung will der Bundestrainer aber noch nichts Definitives sagen.

16:15 Uhr: Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger haben sich zur Pressekonferenz der Uefa eingefunden. Hören wir mal zu, was es Neues vom Team gibt, das mittlerweile Charkiw weilt.

Video: Oliver Bierhoff blickt auf das Hollandspiel voraus

15:39 Uhr: Per Mertesacker hat schwer an seinem Los als Bankdrücker zu tragen. Doch der 27 Jahre alte Innenverteidiger vom FC Arsenal will sich in seiner ungewohnten Rolle bei der EM ganz in den Dienst der deutschen Nationalmannschaft stellen. „Es war ja abzusehen, dass es harte Entscheidungen geben würde. Dass es dann mich erwischt: Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Mertesacker dem „Weser Kurier“ (Dienstagausgabe). Er habe
gemerkt, dass es Bundestrainer Joachim Löw schwer gefallen sei, ihm diesen Entschluss mitzuteilen. Er selbst müsse das für sich noch sortieren, aber: „Ich muss diese für mich neue Rolle jetzt so schnell wie möglich annehmen“, erklärte der frühere Bremer.

13:34 Uhr: Etwa sechs Millionen Menschen haben den EM-Auftaktsieg der deutschen Nationalelf gegen Portugal beim Public Viewing gesehen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Auf die Frage, wo sie das Spiel gesehen hätten, antworteten demnach neun Prozent der 1000 Befragten: „Beim Public Viewing, zum Beispiel in einer Kneipe oder auf einem öffentlichen Platz“. Die Public-Viewing-Zuschauer werden bei der Fernseh-Einschaltquote nicht mitgerechnet - vor den heimischen Bildschirmen hatten am Samstagabend 22,33 Millionen Zuschauer das EM-Spiel gesehen.

13:18 Uhr: Die Uefa hat gegen den kroatischen Verband ein Disziplinarverfahren eröffnet. Das teilte die Europäische Fußball-Union am Dienstag in Warschau mit. Kroatische Fans hatten bei der EM-Partie gegen Irland (3:1) am Sonntag in Posen Feuerwerkskörper gezündet und Pyrotechnik abgebrannt. Am Freitag wird sich der Kontroll- und Disziplinarausschuss der UEFA damit beschäftigen. Zuvor behandelt das Gremium bereits die Verfahren gegen den Deutschen Fußball-Bund sowie den portugiesischen und russischen Verband.

13:11 Uhr: Vor dem EM-Spiel zwischen Co-Gastgeber Polen und Russland hat das Warschauer Innenministerium verschärfte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Innenminister Jacek Cichocki sagte am Dienstag in Warschau, die Zahl der Patrouillen vor dem Spiel am Abend werde verstärkt. Beim Stadion-Einlass seien außerdem gründlichere Kontrollen geplant, um etwa das Einschleusen von Feuerwerkskörpern zu verhindern. „Das sind verbotene Materialien. Alle, bei denen Feuerwerkskörper gefunden werden, werden festgenommen und verpassen das Spiel“, sagte Cichocki. Zugleich zog der Innenminister eine positive Bilanz der bisherigen Spieltage. „Wir haben keine besonderen Auffälligkeiten für die Sicherheitslage festgestellt“, sagte er.

12:58 Uhr: Die Uefa hat auf die jüngsten Rassismusvorwürfe bei zwei EM-Spielen reagiert und Untersuchungen eingeleitet. Das teilte UEFA-Sprecher Robert Faulkner am Dienstag in Warschau mit. „Aufgrund neuer unabhängiger Informationen in Bezug auf vermeintlich rassistische Gesänge während der Spiele Spanien gegen Italien und Russland gegen Tschechien hat die UEFA nun Ermittlungen aufgenommen“, sagte Faulkner. Zum jetzigen Zeitpunkt sei allerdings noch kein Disziplinarverfahren eröffnet. Der italienische Angreifer Mario Balotelli und der tschechische Verteidiger Theodor Gebre Selassie sollen in ihren ersten Partien bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine von Zuschauern rassistisch beleidigt worden sein.

12:36 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft ist am Dienstag nach einem rund zweistündigen Flug in Charkiw eingetroffen. Hier empfing das Team hochsommerliches Badewetter. Am frühen Abend absolviert die deutsche Mannschaft ihr Abschlusstraining in der EM-Arena.

So wurde auf der Berliner Fanmeile gefeiert:

Wie Berlin den deutschen Sieg gegen Portugal feierte
Ein Korso für die ganze Familie. Am Ku'damm wurden schon kurz nach dem Abpfiff Hunderte Autos gesichtet - gut organisiert wie das Team auf dem Spielfeld. Auf der Fanmeile wollte der Jubel nicht enden nach dem deutschen 1:0-Sieg über Portugal. In der Stadt krachten Böller und Raketen. Laut Polizei gab es keine nennenswerten Zwischenfälle. Hier unsere Bildergalerie vom Samstagabend aus der Hauptstadt.Weitere Bilder anzeigen
1 von 38Foto: dapd
10.06.2012 00:18Ein Korso für die ganze Familie. Am Ku'damm wurden schon kurz nach dem Abpfiff Hunderte Autos gesichtet - gut organisiert wie das...

12:15 Uhr: Bis in die Morgenstunden wurde auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt Kiew der Auftaktsieg des EM-Gastgebers über Schweden gefeiert. Unmittelbar nach dem Spiel gab es Autokorsos und Hupkonzerte. Die „Ukraina, Ukraina“-Rufe waren noch bis 5 Uhr in der Früh zu hören. Die rauschende Partynacht ging dabei friedlich über die Bühne, Ausschreitungen soll es keine gegeben haben. Auf der Fanmeile in Kiew hatten sich 45.000 Fans eingefunden, in Lwiw waren es immerhin noch 25.000 Anhänger.

11:20 Uhr: Die Fußball-EM sorgt weiter für starke TV-Quoten. Bei der Übertragung des Vorrundenspiels zwischen Frankreich und England im ZDF schalteten am Montag (ab 18.00 Uhr) im Schnitt 11,22 Millionen Zuschauer ein. Der Marktanteil lag nach Senderangaben bei 48,2 Prozent. Die anschließende Partie zwischen Gastgeber Ukraine und Schweden lockte 11,55 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme (37,6 Prozent). Das erste Spiel der DFB-Elf am Samstag hatten 22,33 Millionen Fans (Marktanteil 69,3 Prozent) verfolgt. Auf Platz zwei der bisherigen Quotenhits bei der EM liegt die Begegnung Spanien - Italien, die 13,53 Millionen Zuschauer sahen (52,7 Prozent).

10:55 Uhr: Für Rafael van der Vaart hat die 0:3-Niederlage des Holländer gegen Deutschland beim Test in Hamburg im November des vergangenen Jahres keinerlei Aussagekraft. "Das war ein Unfall", sagte van der Vaart dem Magazin "NUsport". Damals hätten den Niederländern drei wichtige Spieler gefehlt, meinte der frühere Hamburger vor dem Spiel gegen Deutschland.

10:31 Uhr: Noch mehr von Oliver Bierhoff: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Nationalmannschaft haben beim Gastspiel in Charkiw keine Aktionen geplant, um ein Zeichen für die in dem ukrainischen EM-Spielort inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko zu setzen. "Wir haben das Thema frühzeitig aufgegriffen. Ich glaube, wir waren diejenigen in ganz Europa, die am meisten die Stimme erhoben haben", sagte der Teammanager. Und weiter: "Wir sind auch froh, dass wir uns jetzt hier auf den Sport konzentrieren", betonte er.

10:24 Uhr: Die Debatte um das Spielsystem von Welt- und Europameister Spanien zieht immer weitere Kreise. In einer Online-Umfrage der spanischen Sportzeitung "AS" sprachen sich bis zum Dienstagmorgen 91 Prozent dafür aus, im kommenden Gruppenspiel am Donnerstag (20.45 Uhr) gegen Irland wieder mit einem klassischen Stürmer aufzulaufen. Trainer Vicente del Bosque hatte mit dem Verzicht auf eine echte Sturmspitze beim 1:1 zum EM-Auftakt gegen Italien für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt.

10:07 Uhr: Teammanager Oliver Bierhoff hat eindringlich davor gewarnt, die 3:0-Testspielgala im letzten Spiel gegen die Niederlande zum Maßstab für das brisante EM-Duell an diesem Mittwoch zu nehmen. "Wir wären verrückt zu glauben, dass das Spiel ähnlich laufen wird. Jetzt ist es eine Turniersituation. Es wird sehr viel härter werden", erklärte Bierhoff am Dienstagmorgen in Danzig vor der Abreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Ukraine nach Charkow. Die Anspannung im DFB-Lager ist auch nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Portugal weiterhin sehr groß. "Deutschland gegen Holland ist immer ein sehr emotionales und spannendes Spiel. Wir erwarten einen harten Kampf", sagte Bierhoff voraus. Zur Aufstellung machte er keine Angaben. Bundestrainer Joachim Löw könne auf alle 23 Profis zurückgreifen. "Jetzt sind wir mal gespannt, was er entscheidet", meinte Bierhoff.

10:01 Uhr: Bayern Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger hat verärgert auf die Aussagen von Mehmet Scholl zur Leistung von Mario Gomez reagiert. "Die Kritik von Mehmet Scholl finde ich überzogen und völlig unangebracht", sagte Nerlinger der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Er nahm den Bayern-Torjäger nach dem ersten deutschen EM-Spiel gegen Portugal ausdrücklich in Schutz. "Mario Gomez ist ein Top-Stürmer in Europa. Und ihn dann nach so einer Partie, in der die ganze Mannschaft schwierig ins Turnier gekommen ist, explizit rauszunehmen und als einzigen wirklich zu kritisieren, halte ich für deplatziert und falsch", sagte Nerlinger.

09:00 Uhr: Guten Morgen, auch heute sammeln wir wieder die wichtigsten News zur EM für Sie. Und es geht gleich heiß her, denn im ukrainischen Charkiw, wo die DFB-Elf an diesem Mittwoch in ihrem zweiten Gruppenspiel auf die Niederlande trifft, herrschen seit Tagen Temperaturen von mehr als 30 Grad. Für den Spieltag sind strahlender Sonnenschein und bis zu 35 Grad sind vorhergesagt. Selbst am Abend zum Spielbeginn um 21.45 Uhr
Ortszeit sind noch fast 30 Grad zu erwarten. Auf die höheren Temperaturen in der Ostukraine ist die medizinische Abteilung der Deutschen vorbereitet. "Vor dem Spiel und in der Halbzeit kann man kühlen, was logistisch natürlich
eingeschränkt ist wegen der zeitlichen Abläufe", sagte Team-Internist Tim Meyer.

(dpa/dapd)

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