Die EM-News am Freitag : Klose spielt für Gomez

Bundestrainer Joachim Löw hat sich entschieden: Miroslav Klose spielt gegen Griechenland, Mario Gomez muss auf die Bank. Und Grabowski stoppt das Training der Engländer - nicht Jürgen, sondern der Maulwurf.

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Kommt gegen Griechenland zu seinem Startelf-Debüt bei dieser Europameisterschaft: Miroslav Klose.
Kommt gegen Griechenland zu seinem Startelf-Debüt bei dieser Europameisterschaft: Miroslav Klose.Foto: dapd

16:36: Maulwurf-Affäre bei den Engländern - wörtlich genommen: Ein kleiner Maulwurf hat am Freitag das Training der englischen Fußball-Nationalmannschaft unterbrochen. Das Tier war beim Training auf dem bislang glatten Rasen des Sportplatzes im Krakauer Stadtteil Nowa Huta aufgetaucht, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Die Übungseinheit von Wayne Rooney und Co. wurde gestoppt, bis Helfer den Insektenfresser aus der Gefahrenzone bringen konnten. Die Engländer bereiten sich in ihrem EM-Quartier im südpolnischen Krakau auf das Viertelfinale am Sonntag in Kiew gegen die ebenfalls in Krakau logierenden Italiener vor.

15:58:Und weitere Informationen zur deutschen Aufstellungen sickern durch. Demnach wird Bundestrainer Joachim Löw einen radikalen Umbau in der Offensive vornehmen. Neben Klose rücken auch Andre Schürrle und Marco Reus in die Startformation, Lukas Podolski und Thomas Müller fliegen raus. Was halten Sie von diesen Entscheidungen, liebe Leserinnen und Leser? Diskutieren Sie mit bei unserer Leserdebatte.

15:15: Laut übereinstimmenden Medienberichten hat sich Bundestrainer Joachim Löw entschieden, im Viertelfinale gegen Griechenland auf Miroslav Klose zu setzen. Mario Gomez, der bisher drei der fünf deutschen Tore bei diesem Turnier erzielt hat, muss damit auf die Bank.

14:38: Berti Vogts hat Meldungen, er könnte der nächste Nationaltrainer Polens werden, als "Spekulation" zurückgewiesen. Polens Verbandschef Grzegorz Lato hatte am Donnerstag Gerüchte bestätigt, dass man den Deutschen als Kandidaten für die Nachfolge von Franciszek Smuda sehe.

13:54: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwartet von den internationalen Dachverbänden UEFA und FIFA klare Regelungen und Zeitpläne für die Einführung der Torlinientechnologie. „Wir bitten um eine eindeutige Definition, was genau ist gewollt, wenn die Torlinientechnologie kommt“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in Sopot vor dem EM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland. Das Präsidium des DFB hat eine Aufstellung der zu klärenden Fragen an die UEFA übergeben. „Wir sind vom Grundsatz her dafür, aber bevor damit angefangen wird, müssen diese Fragen bis zum Ende durchdacht werden“, erklärte Niersbach gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Auch der Kostenaspekt dürfe nicht außer Acht gelassen werden, so die Forderung Niersbachs.

13:07: Arsene Wenger, Trainer von Arsenal London und damit künftiger Coach von Nationalspieler Lukas Podolski, hat sich sehr positiv über den bisherigen EM-Auftritt seines neuen Schützlings geäußert. „Ich denke, Lukas hat sehr gut für seine Kollegen gearbeitet - er hat einen fantastischen Job für das Team erledigt. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich gesehen habe“, sagte der Franzose am Freitag auf eurosport.de

12:51: Der neue griechische Regierungschef Antonis Samaras verzichtet auf eine Reise nach Danzig zum Fußball-EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Griechenland. Damit wird es dort auch nicht zum Treffen zwischen ihm und Bundeskanzlerin Angela Merkel gekommen, die am Mittwoch ihr Kommen angekündigt hatte.

12:29: Der Torklau-Skandal lässt dem untröstlichen Schiedsrichter Viktor Kassai keine Ruhe. „Ich kann es kaum ertragen, was passiert ist“, sagte der ungarische Referee nach der Ankunft in seiner Heimat. Im letzten Vorrundenspiel der Ukrainer gegen England hatte Kassai ein klares Tor von Marko Devic nicht anerkannt. Sein Torrichter Istvan Vad hatte ihn im Stich gelassen. „Was geschehen ist, können wir nicht ändern“, sagte Kassai am Donnerstagabend auf der Internetseite des ungarischen Verbandes fast schicksalsergeben. „Der Name von Schiedsrichter Kassai ist in der Ukraine jetzt ein neues Schimpfwort“, wetterte die Zeitung „Segodnja“. Zerknirscht gestand Kassai nun „einen schweren Fehler“ ein. Direkt nach dem Spiel habe er mit seinem Team die Szene analysiert und den Patzer sofort erkannt. Unterdessen hat die Fifa bekannt gegeben, sich im Juli über die Einführung neuer technischer Hilfsmittel beraten zu wollen.

Der Tagesspiegel-Torlinientest in der Bildergalerie:

Schiri, man sieht es doch!
Das Skandal-Nichttor der Ukraine gegen England hat die die ganze Fußballwelt erzürnt. Expertenrunden beraten, der Einsatz modernster Satelliten-Technologie wird diskutiert. Könnte ein Chip im Ball helfen oder doch eine Brille auf dem Kopf des Torrichters? Monatelang hatte der nach Uefa-Angaben geübt, wollte ganz genau hinschauen, wie ein großer, runder Gegenstand einen dicken Kreidestrich überschreitet. Als der Ball dann aber über die Linie flog, sah der Mann nichts. Ob seine Position, mit der Linie zwischen seinen Beinen, leicht gebückt, die richtige war? Es könnte doch sein, dass...Alle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: Kai-Uwe Heinrich
21.06.2012 10:49Das Skandal-Nichttor der Ukraine gegen England hat die die ganze Fußballwelt erzürnt. Expertenrunden beraten, der Einsatz...

12:04: Auch wenn nicht die deutsche Mannschaft spielt ist das Interesse an der EM hierzulande ungebrochen. 13,91 Millionen Fans haben den 1:0-Sieg von Portugal gegen Tschechien am Donnerstagabend im ZDF verfolgt. Der Marktanteil lag bei 45,6 Prozent. Das erste Viertelfinalspiel belegt damit vorerst den vierten Platz im EM-Ranking 2012. Nur die Gruppenspiele der deutschen Mannschaft gegen Dänemark (27,67 Millionen), die Niederlande (27,28 Millionen) und Portugal (22,38 Millionen) lockten mehr TV-Zuschauer an.

11:39: Theodor Gebre Selassie unterschreibt bei Werder Bremen. Einen Tag nachdem der tschechische Außenverteidiger mit seinem Land bei der EM ausgeschieden ist, gibt der Bundesligist dessen Verpflichtung bekannt. Der 25-Jährige wechselt vom tschechischen Meister FC Slovan Liberec an die Weser und unterzeichnet dort einen Vertrag bis 2016. Über die Höhe der Ablöse teilte Werder nichts mit, sie soll laut der Nachrichtenagentur dapd etwa bei 1,5 Millionen Euro liegen.

Bildergalerie: So trauern die Verlier der EM:

Die Galerie der Verlierer
Na klar, immer ungünstig, wenn der Gastgeber ausscheidet. Für die Polen sowieso. Schließlich hatten sie sich fast fünf Jahre auf dieses Heimturnier vorbereitet. In diesem ganz besonderen Fall aber trauerte auch einer, der auf gar keinen Fall Pole, dafür aber in jedem Fall Pöhler ist: Jürgen Klopp. Denn die polnische Mannschaft war ja mindestens zu 27,3 Prozent auch sein Team. Genaueres wissen da jedoch die Statistiker (siehe auch: Irland). Sicher aber ist, dass etwa 100 Prozent der polnischen Treffer auf das Konto seiner Spieler gingen. Polonia Dortmund eben. Robert Lewandowski, Jakub Blaszczykowski und Lukasz Pisczcek hätten bei dieser Europameisterschaft dann auch zeigen können, dass der BVB (oder zumindest 27,3 Prozent davon) sehr wohl international mithalten kann. Sie zeigten aber eher, warum er es bisher nicht konnte. Und zerstörten somit des Pöhlers Traum vom Triple.Alle Bilder anzeigen
1 von 8Foto: dapd
20.06.2012 11:01Na klar, immer ungünstig, wenn der Gastgeber ausscheidet. Für die Polen sowieso. Schließlich hatten sie sich fast fünf Jahre auf...

11:15: „Eine fantastische Mannschaft.“ Spaniens Trainer Vicente Del Bosque spricht in höchsten Tönen vom deutschen Team. Schwächen im Team fielen ihm nicht ein, darüber hinaus sei Bundestrainer Joachim Löw ein „eleganter Mann, der sowohl im Moment des Sieges als auch der Niederlage die Fassung behält.“ sagte Del Bosque der "Bild"- Zeitung. Das gewonnene WM-Halbfinale 2010 Spaniens gegen Deutschland erinnere
der 61-Jährige sich besonders gerne. „Eines werde ich nicht vergessen: die deutsche Größe in der Niederlage. Vom Trainer bis zum letzten Spieler“, sagte del Bosque.

10:41: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat der Fußball-Europameisterschaft und den Gastgeberländern sowie der Uefa ein glänzendes Zwischenzeugnis ausgestellt. „Unser Fazit: Total positiv“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. „Die Organisation und die Stadien sind klasse“, schwärmte der 61-Jährige. Auch die Gastfreundschaft sei in beiden Ländern „überwältigend“. Danzig, in den Wochen der EM Quartier der DFB-Auswahl, sei bereits „so ein Stück Heimat geworden“, meinte Niersbach vor dem Viertelfinale der deutschen Mannschaft gegen Griechenland. Ein Kompliment verteilte der DFB-Chef auch an die Europäische Fußball-Union. „Die UEFA hat einen klasse Job gemacht“, urteilte Niersbach und betonte: „Ich finde, dass diese erste Großveranstaltung in Osteuropa im Fußball ein Erfolg ist.

10:18: Portugals Angreifer Helder Postiga hat sich beim 1:0 (0:0)-Sieg im EM-Viertelfinale gegen Tschechien eine Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen und wird im Halbfinale am kommenden Mittwoch nicht auflaufen können. Dies teilte Portugals Mannschaftsarzt Henrique Jones nach der Partie am vergangenen Donnerstag gegen Tschechien mit. Postiga hatte bisher bei allen vier Begegnungen seiner Mannschaft in der Startformation gestanden und im Spiel gegen Dänemark (3:2) ein Tor erzielt. Portugal trifft im EM-Halbfinale am kommenden Mittwoch auf den Sieger des Viertelfinalspiels zwischen Spanien und Frankreich.

Was bisher geschah: Die Tops&Flops dieser EM

Die Tops & Flops der EM
Auch nach den Viertelfinalspielen blicken wir zurück: Was waren die Tops&Flops der vergangenen EM-Tage? Wir beginnen mit:Top: Andrea Pirlo. Der Oldie der Italiener zeigte, dass er immer noch zu den besten der Welt gehört. Mehr Coolness als bei seinem gechippten Elfmeter in die Tormitte geht nicht. Harald Schmidt meinte hinterher in „Waldis EM-Talk“, Pirlo habe einen Gesichtsausdruck gehabt, als wisse er gar nicht, dass es theoretisch die Möglichkeit gibt einen Elfmeter zu verschießen.Weitere Bilder anzeigen
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25.06.2012 18:43Auch nach den Viertelfinalspielen blicken wir zurück: Was waren die Tops&Flops der vergangenen EM-Tage? Wir beginnen mit:Top:...

09:47: Nach dem EM-Aus Tschechiens hat Stürmerstar Milan Baros seine Karriere in der Nationalmannschaft für beendet erklärt. „Er hat in der Kabine nach dem Spiel den anderen Spielern gesagt, dass er nicht mehr für das Nationalteam, sondern nur noch im Klub spielen möchte“, bestätigte Verbandssprecher Jaroslav Kolar der Nachrichtenagentur dapd. Der 30-Jährige, derzeit beim türkischen Meister Galatasaray Istanbul unter Vertrag, wurde 2004 EM-Torschützenkönig mit fünf Toren und traf in 93 Länderspielen 41 mal. Hinter Jan Koller (55) ist Baros zweitbester Torschütze der tscheschichen Nationalmannschaft. Bei der EM in Polen und der Ukraine blieb er aber ohne Torerfolg.

09:30: Guten Morgen am zweiten Tag der EM-Viertelfinals. Heute Abend spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Griechenland um den Einzug ins Halbfinale (ab 20:45 bei uns im Liveticker). Wir halten Sie den Tag über auf dem Laufenden mit allen News aus dem deutschen Mannschaftslager und allem was sonst rund um die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine geschieht. Ein Interview mit DFB-Scout Frank Wormuth über die griechische Mannschaft finden Sie zum Beispiel hier.

(dapd/dpa)

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