Sport : Die Fäuste fliegen schon viel früher

Die gestrige Pressekonferenz für den Mega-Boxkampf im Schwergewicht zwischen dem britischen Weltmeister Lennox Lewis und dem Amerikaner Mike Tyson ist in New York nach einer minutenlangen Schlägerei abgebrochen worden. Bei der Gegenüberstellung der beiden Kontrahenten auf der Bühne im kleinen Ballroom des Millennium-Hotels kam es plötzlich zu Handgreiflichkeiten, die in eine wüste Keilerei ausarteten. Im Saal spielten sich tumultartige Zustände ab. Nur mit größter Mühe konnten beide Kämpfer durch Sicherheitskräfte getrennt und aus dem Saal geführt werden.

Ob der für den 6. April in Las Vegas terminierte, teuerste Boxkampf der Geschichte dennoch stattfinden wird, blieb offen. Vor dem Beginn der Pressekonferenz wurde den mehr als 500 Medienvertretern mitgeteilt, dass beide Profis an diesem Datum im MGM-Grand-Hotel aufeinander treffen werden. Der Kampf sei mit mehr als 100 Millionen Dollar (114 Millionen Euro) veranschlagt.

Um Lewis als Champion des World Boxing Councils (WBC) und der International Boxing Federation (IBF) herausfordern zu können, hatte Tyson seinen Aufbaukampf am 19. Januar gegen US-Landsmann Ray Mercer abgesagt. "Der Weltmeistertitel im Schwergewicht ist mein Schicksal, und ich brauche wieder meine Gürtel um meine Taille", hatte der 35 Jahre alte Tyson erklärt und dabei gleichzeitig den zehn Monate älteren Lewis provoziert: "Lennox, genieße deine Stunden als Hauptdarsteller. In deiner nächsten Rolle spielst du das Aschenputtel, denn ich werde dir dein kleines Glaskinn brechen."

Gegen den Sieger des Kampfes soll Witali Klitschko antreten. Vorausgesetzt, der frühere Weltmeister aus dem Hamburger Universum Boxstall gewinnt am 8. Februar in Braunschweig gegen den US-Amerikaner Vaughn Bean.

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