Sport : Die Favoriten kommen durch

Sensationen bleiben aus: Portugal, Tschechien, Irland und Kroatien fahren zur Europameisterschaft

Aller Einsatz ist vergebens. Der Türke Hamit Altintop (rechts) muss Kroatien und Ivan Rakitic den Vortritt lassen. Foto: AFP
Aller Einsatz ist vergebens. Der Türke Hamit Altintop (rechts) muss Kroatien und Ivan Rakitic den Vortritt lassen. Foto: AFPFoto: AFP

Berlin - Portugal, Tschechien, Irland und Kroatien werden bei der Europameisterschaft 2012 dabei sein. Portugal spielte sich beim 6:2 (2:1)-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina nach dem 0:0 im Hinspiel am Ende in einen Rausch. Nach ihren Siegen in den Play-off-Hinspielen der Qualifikation erkämpften die Tschechen in Montenegro ein 1:0 (0:0), Kroatien daheim gegen die Türkei immerhin ein torloses Remis. Irland reichte ein 1:1 (1:0) gegen Estland.

Die Portugiesen waren in Lissabon früh durch einen Freistoß von Cristiano Ronaldo und einem Distanzschuss von Nani in Führung gegangen. Nach einem Handspiel von Fabio Coentrao verkürzte Zvejdan Misimovic per Elfmeter für die Bosnier. Die Portugiesen wurden nervös, doch Cristiano Ronaldo beruhigte mit dem 3:1 die Nerven. Die Bosnier kamen durch ein Tor aus Abseitsposition durch Emir Spahic auf 3:2 heran, doch Gelb–Rot für Senad Lulic, zwei Tore von Helder Postiga und eines von Miguel Veloso per Freistoß beseitigten alle Zweifel – Portugal fährt zum fünften Mal in Folge zur EM.

Für die Kroaten ist es das vierte Mal. Das Qualifikations-Aus der Türken dürfte dagegen das Ende der Ära von Guus Hiddink auf der türkischen Trainerbank bedeuten. Schon vor der torlosen Partie in Zagreb, in der Hamit Altintop und seine Kollegen nach dem bitteren 0:3 im Hinspiel eine Sensation benötigt hätten, hatten türkische Medien über den bevorstehenden Rücktritt des Niederländers berichtet.

In Podgorica bewahrte Tschechiens Torhüter Petr Cech sein Team mit vielen Glanzparaden vor dem Rückstand gegen tapfer kämpfende Hausherren. Ein Konter in der 81. Minute, den Petr Jiracek abschloss, brachte die Entscheidung. Trotz der Niederlage feierten die heimischen Fans ihre Mannschaft, die schon in der Vorwoche in Prag mit 0:2 den Kürzeren gezogen hatte.

Die vom Italiener Giovanni Trapattoni trainierte irische Auswahl steht erstmals seit der Weltmeisterschaft 2002 wieder in der Endrunde eines großen Turniers. Ein 1:1 in Dublin reichte nach dem klaren 4:0 im Hinspiel am Freitag in Estland. Tsp/dpa

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