Sport : Die Fifa sperrt Bin Hammam lebenslang

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Zürich - Im Korruptionsskandal des Weltfußballverbandes Fifa ist der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mohamed bin Hammam in Zürich von der Ethikkommission lebenslang gesperrt worden. Das Gremium unter dem Vorsitz des Namibiers Petrus Damaseb sah es als erwiesen an, dass der langjährige Intimus von Fifa-Boss Joseph Blatter gegen den Ethikkodex des Verbandes verstoßen hat. Bin Hammam habe Anfang Mai versucht, Funktionäre der karibischen Fußball-Union mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40 000 Dollar zu bestechen, um sich so Stimmen für die Präsidentschaftswahl am 1. Juni zu sichern.

Debbie Minguell und Jason Sylvester, Mitglieder der karibischen Fußball-Union und wie bin Hammam wegen Bestechungsvorwürfen suspendiert, kamen hingegen glimpflicher davon – die Ethikkommission sperrte beide für ein Jahr. Bin Hammam verlor auch sein Amt als Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation und sämtliche Privilegien. Nach Angaben seines Anwalts werde bin Hammam den Internationalen Sportgerichtshof anrufen und notfalls vor das Schweizer Bundesgericht ziehen, um gegen die Sperre vorzugehen. „Er beteuert seine Unschuld“, erklärte einer seiner Sprecher. dpa

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