Sport : Die Frist ist gesetzt

Eishockey-Verband will Trainer noch vor WM finden

Abpfiff. Nach der WM wechselt Bundestrainer Uwe Krupp nach Köln. Foto: dapd
Abpfiff. Nach der WM wechselt Bundestrainer Uwe Krupp nach Köln. Foto: dapdFoto: dapd

Frankfurt am Main - Der Nachfolger von Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp soll noch vor Beginn der WM Ende April feststehen. „Alles andere macht keinen Sinn. Sonst begleitet uns das Thema die gesamte WM“, sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl am Mittwoch in Frankfurt am Main. Krupp wechselt nach der Weltmeisterschaft in der Slowakei (29. April bis 15. Mai) als Sport- und Teammanager zu den Kölner Haien. „Der neue Bundestrainer muss international und national erfahren sein, sich in der Nachwuchsarbeit auskennen und gut Deutsch sprechen“, erklärte Reindl, der damit erstmals davon abrückte, dass nur ein deutscher Trainer Nachfolger von Krupp werden könne.

   Eine Doppellösung als Klub- und Nationaltrainer schließt der ehemalige Nationalspieler aus. „Das macht keinen Sinn. Nur ein Hauptamtlicher kann sich auch um den Nachwuchs kümmern“, sagte Reindl. Damit käme der häufig als möglicher neuer Bundestrainer gehandelte aktuelle Krupp-Assistent Harold Kreis nicht infrage, solange er noch bei den Mannheimer Adlern unter Vertrag steht. Das Anforderungsprofil ist mit dem Managern der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) besprochen, muss aber noch in der kommenden Woche vom DEB-Präsidium bestätigt werden. Danach sollen erste Kandidaten getestet werden. Krupps Nachfolger soll die Nationalmannschaft zunächst bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi führen.

   Die deutschen WM-Helden des vergangenen Jahres starten in zwei Wochen am 9. Februar mit einem Länderspiel gegen Weißrussland in die Vorbereitung auf die Titelkämpfe 2011. Für die nicht zur Verfügung stehenden NHL-Stars rücken junge Talente in den vorläufigen Kader. Als einzigen Spieler noch ohne Länderspiel berief Krupp Torhüter Jochen Reimer vom EHC Wolfsburg.

   An Weißrussland haben die deutschen Spieler schlechte Erinnerungen. Sowohl bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver als auch bei der mit Platz vier überraschend erfolgreichen Heim-Weltmeisterschaft unterlag das Krupp-Team im vergangenen Jahr Weißrussland. „Frankfurt war immer ein gutes Pflaster für uns. Wir wollen Revanche“, sagte Krupp.

   Von Frankfurt aus reist das DEB-Team gemeinsam mit den Weißrussen zum Slovakia-Cup nach Bratislava. Erste Gegner beim WM-Vorbereitungsturnier ist am 11. Februar der Erzrivale Schweiz. dpa

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