Sport : Die Füchse ärgern sich beim 28:28 in Gummersbach über den späten Ausgleich

Christian Stein

Gummersbach - Als die Handballer der Füchse Berlin vor einem Jahr in Gummersbach gewannen, gelang ihnen ein kleines Kunststück. Das Team von Dagur Sigurdsson beendete damit eine Serie, die fünf Jahre lang bestand hatte. So lange hatte kein Auswärtsteam mehr in der Eugen-Haas-Halle gewonnen, auch weil die Gummersbacher ihre Spitzenspiele in der Kölnarena austrugen. Das 28:28 (13:12) der Füchse in Gummersbach wird keine historischen Nachwirkungen haben. Nur etwas Ärger, denn die Berliner kassierten den Ausgleich in den Schlusssekunden.

Gummersbach wollte mit einem Heimsieg den vorletzten Platz verlassen, die Füchse wollten den an den HSV Hamburg verlorenen zweiten Platz zurückerobern. Doch den Berlinern wurde schnell klar, das dieser angeschlagene Gegner gefährlich sein kann. Die Gummersbacher zeigten die vom Umfeld geforderte Reaktion auf die 25:40-Pleite in Lübbecke und legten auch dank Torhüter Vjenceslav Somic einen 4:0-Traumstart hin.

Sven-Sören Christophersens Rückraumwurf gab zwar eine erste Initialzündung, doch die Füchse hatten Mühe die Partie an sich zu reißen. Dies sollte sich mit der Einwechslung von Iker Romero nach einer Viertelstunde ändern. Der Spanier, neben Rechtsaußen Markus Richwien auffälligster Fuchs, übernahm Verantwortung und hatte großen Anteil am zwischenzeitlichen Ausgleich. Gummersbach ging mit einer 13:12-Führung in die Pause.

Im zweiten Durchgang stand ein anderes Füchseteam auf dem Parkett. Sigurdsson hatte seinen Spielern klar gemacht, dass Schonung vor dem Duell in der Champions League gegen Madrid nicht gefragt war. Alexander Petersson hechtete einem Abpraller hinterher, Ivan Nincevic traf zum Ausgleich, dem Bartlomiej Jaszka das 17:18 folgen ließ.

Gummersbach wollte mit allen Mitteln die Punkte in der eigenen Halle behalten. Vedran Zrnic warf seinen vierten Strafwurf an den Kopf des nun im Tor stehenden Petr Stochl und kassierte die Rote Karte. Statt des 19:19, zogen die Füchse in der anschließenden Überzahl auf drei Tore davon.

Als Christophersen zwei Minuten vor Schluss zum 26:28 traf, sah alles nach einem knappen Berliner Arbeitssieg aus, doch nach Adrian Pfahls Anschlusstreffer sollte dem Nationalspieler der entscheidende Fehler unterlaufen. 14 Sekunden reichten Gummersbach, um durch Barna Putics Treffer ein Remis zu retten. „Gummersbach hat leidenschaftlich gekämpft“, sagte Christophersen, „dass wir mit dem Punkt nicht zufrieden sind, wenn man in letzter Sekunde den Ausgleich kassiert, ist klar.“ Christian Stein

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