Sport : Die Füchse feiern schon mal

Klassenerhalt nach 32:30 gegen Balingen fast sicher

Christian Hönicke

Berlin - Es kommt im professionellen Sport nicht häufig vor, dass die Jubelfeierlichkeiten schon vor dem Erreichen des Saisonziels stattfinden. Beim Bundesligisten Füchse Berlin hat man die Unwägbarkeiten des Handballs in Verbindung mit der Mathematik aber kurzerhand beiseite geschoben. „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann lege ich mich fest und sage, wir haben den Klassenerhalt geschafft“, hatte Manager Bob Hanning verkündet. Das Gleiche galt in der Partie um den theoretischen Nichtabstieg gegen die HBW Balingen-Weilstetten auch für den Tabellennachbarn von der Schwäbischen Alb. Am Ende durften aber die Berliner die Nichtabstiegsfeier vorziehen: Mit dem hart erkämpften 32:30 (16:15) kann der Aufsteiger den Verbleib in der Liga kaum noch aus den Händen geben.

Ähnlich ausgeglichen wie die Partychancen davor gestaltete sich auch das Spiel selbst. Von Beginn an warfen sich die beiden Teams vor offiziell 4744 Zuschauern in der Schmeling-Halle Tor um Tor um die Ohren, wobei nie mehr als ein Treffer zwischen ihnen lag. So ging das bis weit in die zweite Hälfte hinein – erst in der 42. Minute warf der beste Berliner Konrad Wilczynski mit einem seiner sieben Treffer zum ersten Mal eine Zwei-Tore-Führung zum 21:19 heraus. Es war der Schlüsselmoment des Spiels: Das knappe Polster verteidigte die Mannschaft von Trainer Jörn-Uwe Lommel bis zum Schluss. Dass die Gastgeber bis lange mit den Einladungen für ihre Fete warten mussten, war vor allem Daniel Brack geschuldet. In der vergangenen Saison hatte er die Füchse noch aus der zweiten Liga geführt, am Mittwochabend warf der Neu-Balinger zehn Tore gegen seinen ehemaligen Klub. Die Berliner siegten aber schließlich, weil sie die ausgeglichenere Mannschaft besaßen.

Angesichts des praktisch feststehenden Klassenerhalts will sich Füchse-Manager Hanning nun in die Vorbereitungen zur zweiten Bundesligasaison stürzen. Vorher stehen aber noch sechs weitere Spiele an; am Sonntag das erste in Essen. Da kann die vorgezogene Party dann auch mathematisch gerechtfertigt werden. Christian Hönicke

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben