Sport : Die Größten der Großen

Benedikt Voigt

feiert einen unbekannten deutschen Weltstar Irgendwann in der achten oder neunten Klasse musste sich ein Würzburger Gymnasiast entscheiden: Tennis oder Basketball. In beiden Sportarten hatte er es jeweils in die Bayernauswahl geschafft, beide Sportarten versprachen ihm eine erfolgreiche Zukunft. Dirk Nowitzki hat sich richtig entschieden.

Am Donnerstagabend erzielte der deutsche Basketballprofi von den Dallas Mavericks 53 Punkte in einem Spiel der nordamerikanischen Profiliga NBA und stellte damit einen persönlichen Rekord, Saisonrekord und Vereinsrekord auf. Dirk Nowitzki ist nun endgültig in die Liga der Weltstars aufgestiegen, denn Basketball zählt weltweit zu den populärsten Sportarten. Mehr als 50 Punkte in einem Spiel warfen in der NBA nur die Größten der Großen: Michael Jordan, Larry Bird, David Robinson oder Wilt Chamberlain zählen unter anderem zu diesem exklusiven Kreis. Und nun auch Dirk Nowitzki. Deutschland besitzt in ihm einen Weltstar der Marke Michael Schumacher oder Boris Becker – und weiß es noch nicht. Zum Sportler des Jahres hat man ihn noch nie gewählt. Basketball gilt hierzulande immer noch als Randsportart, auch taugt Nowitzkis bescheidene Art nicht für spektakuläre Schlagzeilen abseits des Basketballparketts. Die meiste Zeit verbringt der 26-Jährige ohnehin fern der Heimat.

Allerdings lässt sich bei seinen Spielen im Nationalteam feststellen, dass seine Popularität auch in Deutschland steigt. Verständlich, dass der Deutsche Basketball-Bund sich wünscht, dass er seine Karriere noch lange fortsetzen möge. Danach kann er ruhig Tennis spielen.

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