Sport : Die große Leidenschaft

Alba will sich gegen Vitoria in der Europaliga rehabilitieren

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Berlin (ru). Es sieht so simpel aus. Man tippt den Ball an der Freiwurflinie ein paar Mal auf, streckt sich, und der Ball segelt in den Korb. Kein Gegner stört dabei. Doch so einfach geht es nicht, jedenfalls nicht bei Alba Berlin. Der deutsche Basketballmeister verwandelte bei der Niederlage in Valencia am vergangenen Mittwoch nur neun von 17 Freiwürfen, die Spanier 27 von 34 – auch das war laut Trainer Emir Mutapcic ein Grund für die Niederlage. Morgen nun empfängt Alba den spanischen Tabellenführer Tau Vitoria (19.40 Uhr, live auf TV Berlin), – und kann vermutlich erneut Anschauungsunterricht in Sachen Freiwürfen nehmen.

Vitorias neuer Star, der 23jährige Litauer Arvydas Macijauskas, hat in den bisherigen drei Euroleague-Spielen 28 Freiwürfe zugesprochen bekommen – und alle verwandelt. „Das ist auch in der NBA selten zu sehen“, sagt Mutapcic, „dazu gehören viel Konzentration und Training.“ Der Aufbauspieler und sein Mannschaftskamerad Andres Nocioni führen die Korbjägerliste der Europaliga mit rund 24 Punkten im Schnitt an. „Macijauskas ist aggressiv in der Defensive, aber auch stark in der Offensive“, weiß Mutapcic. Doch Alba muss ihn stoppen, um am vierten Spieltag gegen den Klub des ehemaligen Berliners Dejan Koturovic endlich den ersten Sieg zu holen. Marko Pesic und Stefano Garris sollen den Litauer ausschalten – sofern Garris, der Kniebeschwerden hat, spielen kann.

Alba will sich vor eigenem Publikum für die blamable Leistung gegen Wroclaw vor zwei Wochen rehabilitieren, „der Schlüssel ist, dass wir die Leidenschaft ins Spiel bringen, die wir gegen Weißenfels am Samstag gezeigt haben“, sagt Mutapcic. Eine bessere Freiwurfquote kann auch nicht schaden.

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