Sport : Die große Show für die eigenen Fans

Schweizer Feuz gewinnt die Lauberhorn-Abfahrt.

Wengen/Berlin - Beat Feuz fiel jubelnd in die aufblasbare Werbebande und genoss im Ziel den Anblick von tausenden Schweizer Fahnen auf den Tribünen. Am Freitag hatten dem 24-Jährigen aus dem Berner Land noch zwei Hundertstelsekunden zum Sieg in der Super-Kombination gefehlt, beim Abfahrtsklassiker am Lauberhorn durfte er mit 38 000 Zuschauern seinen prestigeträchtigen Erfolg feiern. „In Wengen zu gewinnen, das war immer ein Traum. Ich habe immer mit großen Augen auf diese Strecke geschaut, es ist ein mythisches Rennen“, sagte Feuz am Samstag, „ich wollte den sensationellen Fans eine Show bieten, und das habe ich auch geschafft.“

Stephan Keppler aus Ebingen kam nach sehr gutem Start und einem anschließenden Fahrfehler auf den 17. Rang. „Ich hatte mir zwar Top 15 vorgenommen, aber ich bin schon zufrieden. Der Rückstand ist mit 1,6 Sekunden okay.“ Seine Teamkollegen Tobias Stechert als 35. und Andreas Sander auf Rang 44 verpassten Weltcup-Punkte.

Auf der berüchtigten, 4415 Meter langen Naturpiste zeigte Feuz einen fast perfekten Lauf. „Beim Fahren hört man die Stimmung nicht, aber im Vorfeld ist sie eindrucksvoll“, sagte er, „und wenn man ins Ziel fährt, ist es unglaublich.“ 0,44 Sekunden betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Hannes Reichelt, Dritter wurde der WM-Dritte Christof Innerhofer aus Italien.

Nach den Erfolgen von Didier Cuche in Lake Louise und Didier Defago in Bormio setzte sich damit in der vierten Abfahrt dieser Saison bereits der dritte Schweizer durch. Altmeister Cuche konnte sich seinen Traum von einem Heimsieg allerdings auch im zwölften Anlauf nicht erfüllen und kam nur auf Rang 15.

Besser wollen es die deutschen Top-Athleten heute in Wengen im Slalom machen. dpa

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