Sport : Die Gruppengegner - England, Rumänien und Portugal

England

England ist zum dritten Mal deutscher Gegner bei einer Europameisterschaft. Im Viertelfinale der kontinentalen Titelkämpfe gelang der Elf des damaligen Bundestrainers Helmut Schön am 29. April 1972 mit dem historischen 3:1 im Wembleystadion der erste deutsche Sieg auf englischem Boden überhaupt. In die Geschichte eingegangen sind die Duelle der Fußball-Größen bei Weltmeisterschaften. Im Londoner Finale 1966 setzte sich England nicht zuletzt dank des "Wembley-Tores" von Geoffrey Hurst mit 4:2 nach Verlängerung durch, vier Jahre später in Leon (Mexiko) drehte die deutsche Elf im Viertelfinale mit 3:2 nach Verlängerung den Spieß um. Auch bei der WM 1990 in Turin (5:4 im Elfmeterschießen) und der EM 1996 entschied Deutschland den Klassiker für sich. Die Engländer hatten erst im "Nachsitzen" das Ticket zur Euro 2000 gelöst. Nachdem sich die Elf von Nationalcoach Kevin Keegan, der in Deutschland aus seiner Zeit beim Hamburger SV noch bestens bekannt ist, in ihrer Gruppe bereits zum zweiten Platz hinter Schweden gezittert hatte, mussten die Briten auch in der Play-off-Runde gegen Schottland bis zur letzten Sekunden bangen. Nach einem 2:0-Hinspielsieg in Schottland verloren die Engländer zu Hause im Wembley-Stadion 0:1. Neben David Beckham und seinem Manchester-Kollegen Paul Scholes sind die Stürmerstars Alan Shearer (Newcastle) und Michael Owen (Liverpool) sowie Torhüter David Seaman (Arsenal London) die Stützen der Mannschaft.



Rumänien

Der erste Gruppengegner bei der EM 2000 spielte schon einmal Schicksal für die deutsche Elf. Im zehnten und bislang letzten Vergleich mit dem Achtelfinalisten der Weltmeisterschaft 1998 kam der Europameister am 5. September 1998 auf Malta nicht über ein 1:1 hinaus. An sich nicht weiter bemerkenswert, wenn nicht der damalige Bundestrainer Berti Vogts zwei Tage danach nach achtjähriger Dienstzeit das Handtuch geworfen hätte. Sportlich ist die Bilanz gegen die Rumänen um Superstar Gheorghe Hagi äußerst positiv: sieben Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage - und die datiert von 1967 in Bukarest (0:1). Auch auf der EM-Bühne machte Deutschland bisher gute Erfahrung mit den spielstarken Rumänen: Bei der Endrunde 1984 sicherte Rudi Völler mit zwei Toren einen 2:1-Vorrundensieg in Lens. Neben Hagi vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul sind Vereinskollege Gheorghe Popescu als Abwehrchef und Torjäger Adrian Ilie vom spanischen Erstligisten FC Valencia die Stars im Team von Trainer Emerich Jenei. Der 61-Jährige löste nach der erfolgreichen Qualifikation Victor Piturca ab, der nach einem Machtkampf mit den Stars entlassen worden war. Jenei, der bereits von 1986 bis 1990 die Nationalelf trainierte und bei der WM in Italien ins Achtelfinale führte, setzt auch auf zwei Bundesliga-Profis: Dorinel Munteanu (Wolfsburg) und Ioan Viorel Ganea (VfB Stuttgart).



Portugal

Die Portugiesen sind keine Unbekannten für die deutsche Nationalmannschaft. Neben mehreren Freundschaftsspielen in den letzten Jahren spielte der DFB auch auf dem Weg zu Weltmeisterschaften schon zwei Mal gegen die Südeuropäer, wobei sich das deutsche Team am Ende jeweils durchsetzte. Der bisher einzige Vergleich im Rahmen einer EM-Endrunde endete am 14. Juni 1984 in Straßburg 0:0. Allerdings sorgten die Portugiesen für eine Heimniederlage des DFB-Teams, als sie am 16. Oktober 1985 im Stuttgarter Neckarstadion mit 1:0 die Oberhand behielten. Das bisher letzte Duell gegen Portugal endete am 9. September 1997 in Berlin 1:1. Der größte Erfolg der Portugiesen war der dritte Platz bei der WM 1966. Zu den Stars zählen Luis Figo (FC Barcelona), Joao Pinto (Benfica Lissabon), Vitor Baia (FC Porto) und Paulo Futre (AC Florenz).

0 Kommentare

Neuester Kommentar