Sport : Die Hälfte der Fußballklubs in Spanien ist zahlungsunfähig

Madrid - Spaniens Primera Division hat ein Finanz-Problem. 21 Vereine der Ersten und Zweiten Liga mussten in den vergangenen Jahren Konkurs anmelden oder stehen kurz davor. Der jüngste Fall ist der des sechsmaligen Pokalsiegers Real Saragossa. Zuvor hatten bereits Erstligaklubs wie Betis Sevilla, RCD Mallorca, der FC Malaga, UD Levante, Real Sociedad San Sebastian oder Sporting Gijon den Konkursrichter anrufen müssen.

Einige Vereine wie der FC Malaga oder der FC Getafe legten aufgrund der finanziellen Nöte ihr Schicksal in die Hände von Ölscheichs.

Für die anderen Vereine, die keine reichen Geldgeber fanden, erwies sich das Konkursverfahren als ein probates Mittel. Der Konkurs hat nämlich einen großen, unschätzbaren Vorteil: Er schützt vor einem Zwangsabstieg.

Nach dem Reglement des spanischen Verbandes RFEF muss ein Verein, der am Stichtag des 30. Juni mit der Zahlung der Spielergehälter in Verzug ist, normalerweise absteigen. Diese Regel gilt jedoch nicht für Klubs, die sich in einem Konkursverfahren befinden. Nach einem Gerichtsurteil haben die Konkursgesetze Vorrang vor den RFEF-Regeln. dpa

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