Sport : Die Hand ist im Spiel

Lutz Michael Fröhlich

Beim Spiel Mönchengladbach gegen Leverkusen erzielte der Leverkusener Marko Babic einen Treffer, stand dabei aber mit der Fußspitze im Abseits. Das Tor wurde anerkannt. Wann steht ein Spieler körperlich im Abseits, Herr Fröhlich?

Die Regel ist eindeutig: Sobald sich ein Spieler mit einem Körperteil, mit dem er ein Tor erzielen könnte, vor dem vorletzten Abwehrspieler befindet, steht er im Abseits. Hände und Arme gehören also nicht dazu. Sollte der Spieler nur mit den Händen oder Armen im Abseits sein, dann läuft das Spiel weiter. So eine Situation kann bei einer schnellen Vorwärtsbewegung auftreten. In der Praxis ist so eine Entscheidung aber schwer zu treffen und erfordert eine optimale Position des Assistenten zur Situation. Die Kunst für ihn besteht darin, immer auf Höhe des vorletzten Abwehrspielers zu sein, nur dann kann er sicher entscheiden. Im Fall Babic war es so, dass der Assistent knapp versetzt stand, also nicht in direkter Linie. Aus dieser Perspektive war es für ihn nicht erkennbar, dass der Angriffsspieler im Abseits stand, zumal es sich nur um Zentimeter handelte.

Generell gilt für die Assistenten: Wenn sie sich bei der Frage nach einer Abseitsstellung nicht sicher sind, sollten sie lieber nicht die Fahne heben. In manchen Situationen kann dem Assistenten seine Erfahrung helfen, wenn er die Höhe des vorletzten Abwehrspielers nicht halten konnte, so dass es dennoch zu einer richtigen Entscheidung kommen kann. Allerdings bewegt man sich dabei natürlich auf dünnem Eis.

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