Sport : Die Heimat prüft

Garmisch blickt auf Riesch und Neureuther

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Maria Riesch

Garmisch-Partenkirchen - Ein Ausfall wäre dieses Mal für die Skirennfahrer Maria Riesch und Felix Neureuther besonders schmerzhaft. Nicht nur, weil sie in ihrem Heimatort Garmisch-Partenkirchen antreten, sondern auch weil in der kommenden Woche die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Val d''Isère ansteht. „Ich hoffe, dass es für Felix und mich gut in Garmisch läuft, dann können wir lockerer zur WM anreisen und sie mit mehr Selbstvertrauen angehen“, sagt Maria Riesch.

Die beiden Partenkirchener erleben einen Vorgeschmack auf den Rummel, der sie 2011 erwartet, wenn ihr Heimatort die Ski-Weltmeisterschaft ausrichten wird. „Der Druck wird mit Sicherheit groß sein, von daher sind die Rennen schon so eine Art Generalprobe für die WM 2011“, sagte Neureuther. Er ist zuletzt dreimal in Folge ohne Punkte heimgekehrt, nun startet er am Sonntag auf dem Gudiberg, den er bestens kennt. Ähnlich geht es Maria Riesch. „Wahrscheinlich kennt mich jeder Torrichter“, sagt sie, „das wird schon eine harte Nervenprobe.“ Sie ist am Samstag im Super-G auf der neuen Kandaharstrecke an der Reihe, die für rund zwölf Millionen Euro umgebaut worden ist. Vor allem die Herren-Abfahrt hat es nun in sich. „Es ist eine der selektivsten Strecken der Welt, es gibt keine Gleitstücke mehr, keine Pausen für die Fahrer“, sagt Organisations-Chef Peter Fischer. Der „Freie Fall“, so der Name des Zielschusses, hat eine Neigung von bis zu 90 Prozent. Bei der Mausefalle in Kitzbühel sind es 85 Prozent.

Ein Grund mehr, sich nach dem Unfall von Daniel Albrecht auf der Streif und dem 15. Jahrestag des Todes-Sturzes der Österreicherin Ulrike Maier in Garmisch Gedanken um die Sicherheit der Fahrer zu machen. „Garmisch hat immer ein hohes Sicherheitsempfinden gehabt“, sagt Peter Fischer, „durch den tragischen Unfall vor 15 Jahren sind wir vielleicht ein bisschen sensibler.“ 30 Kilometer Auffangzäune und sechs Kilometer Hochsicherheitsnetze sollen im Falle eines Sturzes das Schlimmste verhindern.Tsp/dpa

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