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Sport : Die Heimfahrt

Heute beginnt die Deutschland-Tour – Jan Ullrich ist dabei und viele andere Stars der Tour de France

Mathias Klappenbach

Berlin - Am Samstag stoppte ihn noch eine herunter gelassene Bahnschranke. Beim deutschen Eintagesklassiker „Rund um die Hainleite“ in Erfurt musste der Favorit Jan Ullrich zusammen mit dem Hauptfeld mehrere Minuten lang warten. Die Ausreißer waren nicht mehr einzuholen, stattdessen wurde das Hauptfeld sogar aus der Wertung genommen, weil es überrundet wurde und 22 Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe hatte. So etwas kann bei der Deutschland-Tour, die heute beginnt, nicht passieren. Die einwöchige Fernfahrt gehört zur Pro Tour, der in diesem Jahr eingeführten Serie für die 27 wichtigsten Radrennveranstaltungen bei den Profis. „Ich will um den Sieg kämpfen" sagt Jan Ullrich. Im vergangenen Jahr wurde der T-Mobile-Kapitän Siebter. Allerdings wurde die Deutschland-Tour da auch noch einen Monat vor der Tour de France ausgetragen und gehörte so für viele Fahrer zum Vorbereitungsprogramm für den Saisonhöhepunkt. Der neue Termin kurz nach der Frankreich-Rundfahrt soll den Stellenwert der größten deutschen Radsportveranstaltung weiter steigern. Viele Stars sind dabei und können locker fahren, da der Saisonhöhepunkt hinter ihnen liegt.

Nachdem es 15 Jahre lang keine große Rundfahrt durch Deutschland gegeben hatte, wurde die Deutschland-Tour 1999 zum ersten Mal ausgetragen. Jens Heppner gewann die erste Auflage für das damalige Team Telekom, Alexander Winokurow siegte 2001. Die beiden großen deutschen Rennställe, T-Mobile und Gerolsteiner, schicken in diesem Jahr je sechs Fahrer, die auch bei der Tour de France dabei waren, auf die anspruchsvollen neun Etappen, auf denen Sprinter wenig Chancen haben werden. Der Tour-Vierte Mickael Rasmussen vom Team Rabobank ist ebenso dabei wie Publikumsliebling Jens Voigt (Team CSC). Der Berliner hatte in Frankreich für einen Tag das Gelbe Trikot erobert. Und die ARD überträgt jeden Nachmittag live, insgesamt 31 Stunden. „Mit der Tour de France ist es das wichtigste Rennen“ sagt Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer. „Gerade für uns als deutsche Mannschaft mit einem Sponsor mit großer Ausrichtung auf dem deutschen Markt.“

Sportlich stehen die jungen deutschen Fahrer im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr siegte der inzwischen 24 Jahre alte Patrik Sinkewitz. Ab der kommenden Saison soll er Jan Ullrich bei T-Mobile unterstützen und langfristig einer der Fahrer sein, die jene Lücke ausfüllen, die der 32 Jahre alte Ullrich nach seiner Karriere hinterlassen wird. Ein neuer Jan Ullrich ist zwar nicht in Sicht, aber es gibt einige junge deutsche Fahrer, denen eine große Karriere zuzutrauen ist. Zu ihnen zählt neben Linus Gerdemann vom Team CSC und Gerolsteiner-Profi Fabian Wegmann auch dessen Teamkollege Markus Fothen. Der 23-Jährige wurde im Mai überraschend Zwölfter beim Giro d’Italia, bei der Tour de France wurde er noch nicht eingesetzt. Er soll laut seinem Teamchef Holczer „ganz ohne Druck“ versuchen, seine Klasse bei mehrtägigen Rennen zu zeigen. Die Deutschland-Tour ist für viele Fahrer, die sonst im Aufmerksamkeitsschatten von Jan Ullrich fahren, eine gute Gelegenheit, sich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Patrik Sinkewitz hat nicht zuletzt wegen seines Sieges im Vorjahr einen Dreijahresvertrag bei T-Mobile erhalten.

Auch der Sieger von „Rund um die Hainleite“ vom Samstag, Bert Grabsch, ist dabei. Im Ziel hatte sich der 30-Jährige über mangelnde Aufmerksamkeit beklagt. Beim zweiten deutschen Rennen, das zur Pro Tour gehört, den „Cyclassics“ in Hamburg, war der 30-Jährige vor zwei Wochen bester deutscher Fahrer gewesen, doch habe das niemand bemerkt. „Ich war stocksauer, als ich erfahren habe, dass ich nicht zum WM-Aufgebot gehöre“, sagte Grabsch. „Das liegt bestimmt daran, dass ich für ein ausländisches Team fahre. Da geht man in den deutschen Medien unter, auch wenn man prima Helferdienste leistet.“

Vielleicht liegt die schwächere Aufmerksamkeit für Bert Grabsch darin begründet, dass der Profi nicht mehr zu den Talenten gehört, von denen die Radsportszene und die Zuschauer in der Zukunft viel erwarten. Er braucht schon die Hilfe einer Bahnschranke, um wahrgenommen zu werden.

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