Sport : Die Hoffnung bleibt

Bayern München ist nach dem 0:0 in Glasgow Letzter – aber nicht ohne Chance

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Glasgow (Tsp). Als der Schlusspfiff ertönte, rissen einige Spieler des FC Bayern die Arme in die Höhe. Nein, sie hatten bei Celtic Glasgow nicht gewonnen, doch sie hatten sich die Chance erhalten, im Gegensatz zum Vorjahr das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Zwar reichte es für den Deutschen Fußballmeister vor 60 500 Zuschauern, unter ihnen Berti Vogts, nur zu einem 0:0, doch dieses Unentschieden könnte sich noch auszahlen. Selbst wenn die Bayern nun Tabellenletzter in der Gruppe A sind. Am letzten Spieltag (10. Dezember) empfangen sie den RSC Anderlecht und können mit einem Sieg noch den Einzug in die Runde der letzten 16 schaffen.

Ottmar Hitzfeld fuchtelte immer wieder mit den Armen, wollte seine Mannschaft mit aller Macht nach vorn treiben. Doch daraus wurde meist nichts. Celtic, das seit 63 Heimspielen in Meisterschaft und Europapokal unbesiegt ist, spielte enorm aggressiv und drückte mit seinem Forechecking die Bayern immer wieder in ihre eigene Hälfte. Und Torhüter Oliver Kahn hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um den drohenden Rückstand zu verhindern. Vor allem Torjäger Henrik Larsson bereitete der BayernAbwehr einige Probleme.

Da die Bayern zudem im Mittelfeld fast immer die Zweikämpfe verloren, brachten sie kaum vernünftige Angriffe zustande. Zwei Chancen durch Michael Ballack und Roque Santa Cruz, bei denen Torhüter Magnus Hedman auf dem Posten war, sprangen in der ersten Halbzeit heraus – zu wenig, um die Gastgeber in Schwierigkeiten zu bringen. Und die 2700 Fans aus München mussten um ihre Bayern, die das Hinspiel gegen den 28fachen Schottischen Meister durch Tore von Roy Makaay 2:1 gewonnen hatten, mächtig bangen.

Auch nach Wiederanpfiff standen die Münchner gehörig unter Druck. Oft wussten sich die Gäste nur durch Fouls der Übermacht der Schotten zu erwehren. So wurden aus der Vierer-Abwehrkette binnen weniger Minuten Sagnol, Kuffour und Lizarazu verwarnt. Wobei Lizarazu nach einer rüden Attacke an der Außenlinie Glück hatte, dass ihn der niederländische Schiedsrichter René Temmink nicht vom Platz stellte.

Trainer Hitzfeld brachte Claudio Pizarro für Santa Cruz, der im Angriff erheblich weniger gebracht hatte als Makaay. Doch vom Münchner Sturm war auch weiterhin wenig zu sehen. Allerdings mussten die Schotten, die lange Zeit enorm hohes Tempo gegangen waren, mit zunehmender Spielzeit dem Tribut zollen.

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