Sport : Die Jahrhundertsportlerin noch fern - doch bald wieder hier

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"Ich komme in jedem Fall wieder hierher." Ein Satz von Steffi Graf vor sieben Monaten, ausgeprochen nach der Viertelfinal-Niederlage bei den German Open gegen die Französin Julie Halard-Déçugis im Grunewald. Die Art und Weise, wie die Jahrhundertsportlerin dies sagte, ließ ahnen, dass Abschiedsgedanken die Bemerkung begleiteten.

Von der Wettkampfbühne hat sich die 30-Jährige vor den US Open Ende August verabschiedet. Doch am 5. März möchte sich die 22-malige Grand-Slam-Siegerin von ihren hiesigen Fans verabschieden. Sie wird in der Max-Schmeling-Halle, wo im Vorjahr der Servus-Auftritt von Boris Becker mit John McEnroe erfolgreich verlief, ein Einzel gegen ihre einstige Rivalin Jana Novotna (Tschechien) bestreiten. Dazu stellen sich Talente aus Grafs Juniorinnen-Porsche-Team und zwei renommierte Altmeister vor. Den Abschluss bildet ein Mixed, in dem Graf und Novotna "Überraschungspartner" zur Seite gestellt werden. "Die müssen nicht aus dem Tennis kommen", erläutert Pascal Zimmer. Der Geschäftsführer der Steffi Graf Sport GmbH ist zuversichtlich, dass alle 8167 Sitzplätze besetzt sein werden. Bei Kartenpreisen von 41,50 bis 115 Mark (Hotline 44304430) gibt es familienfreundliche Ermäßigungen für Kinder bis 14 Jahre.

Pascal Zimmer managt im Rahmen von Grafs Expo 2000 World Tour die Stationen Stuttgart, Oberhausen und Berlin sowie Brüssel und Paris. Die Agentur Octagon (USA) betreut die restlichen Schaukämpfe. Beginn war in Südafrika, dann folgte Australien/Neuseeland. Jetzt reist die erfolgreichste Spielerin der Profiära von Melbourne zu ihrer Good-Bye-Vorstellung nach Japan. Von dort geht es nach Südamerika, dann nach China und schließlich nach Deutschland/Europa. Die Gegnerinnen wechseln und haben regionalen Bezug. Es waren die Einheimischen Amanda Coetzer in Südafrika und Jelena Dokic in Ozeanien. In Südamerika soll es Mediendarling Anna Kurnikowa (Russland) sein. Hauptsponsor der World Tour ist die Expo 2000, dazu kommen lokale Geldgeber.

Neben Damentennis vom Feinsten darf man bald auch wieder Tennisherren erster Güte in Berlin erwarten. Wenn die Deutschen den Auftakt im Davis Cup gegen Holland (4. bis 6. 2. in Leipzig) meistern, will Sally Rothholz, Geschäftsführer der Velomax GmbH, die zweite Partie in der "Schmeling-Halle oder im Velodrom" präsentieren. Das geht aber nur, wenn die Schweizer die starken Australier aus dem Rennen werfen. Siegen Hewitt und Co., dann müssen die Deutschen nach Down under.

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