Sport : Die Kandidatenkandidaten

Nürnberg sucht einen Trainer – bisher vergeblich

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Berlin/Nürnberg - Kjetil Rekdal ist ein Kandidatenkandidat, das heißt: Möglicherweise ist er Kandidat, Trainer des 1. FC Nürnberg zu werden. Zumindest hat er nicht abgesagt. „Wenn die mit mir reden möchten, werde ich mit ihnen reden“, sagt Rekdal am Telefon. Für Nürnberg ist das schon ein Fortschritt: Er sagt zumindest nicht öffentlich ab. Rekdal, Trainer des Norwegischen Meisters Valerenga Oslo, wurde zwar in der Zeitung „Aftenposten“ zitiert: „Oslo ist ein Topverein, und da will ich nicht zu einem Klub, der gegen den Abstieg kämpfen muss.“ Doch das, sagt Rekdal nun, habe er definitiv nicht gesagt. Kontakt nach Nürnberg habe er aber auch nicht.

Beim Bundesligaletzten wurden nach der Trennung von Trainer Wolfgang Wolf zuletzt die Namen Rekdal und Jürgen Röber gehandelt. Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader kennt beide aus gemeinsamen Zeiten bei Hertha BSC. Doch Röber hat verkündet, er wolle bei Partizan Belgrad bleiben – über Medien. Das bringt Bader in die Kritik, weil es nicht die erste öffentliche Absage ist. Nur mit Lothar Matthäus wurde man zwar auch nicht einig, das aber intern. Peter Neururer hatte nach der Niederlage gegen Stuttgart sein Nein öffentlich formuliert, als er Bader nicht erreichte: „Das Team war so schlecht, da kann ich auch nicht mehr helfen.“ Dieter Eilts sagte in einem Interview, er sei nicht interessiert. Nun kommt Röber dazu. Bader aber sagt: „Wir haben nie mit Jürgen Röber gesprochen.“ Man habe sich nur bei einem Kontaktmann über seinen Vertrag informiert, dann gab Röber ein Interview, „und dann heißt es, wir hätten eine Absage kassiert“. Auch Eilts sei von Medien aufgebracht worden.

Sich selbst ins Spiel gebracht hat sich – öffentlich – der Mönchengladbacher Kotrainer und frühere Nürnberger Profi Jörn Andersen. Ob das Interesse gegenseitig ist, ist ungeklärt. Denn zu Zwischenständen will sich Bader nicht mehr äußern. Er sagt: „Das Ziel ist, dem neuen Trainer sieben, acht Tage Zeit zu geben, bevor das Spiel in Kaiserslautern stattfindet.“ Das ist in zehn Tagen. raa/tru

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