Sport : DIE KARRIERE VON AILTON

Ailton Goncalves da Silva, 33, ist ein Handelsreisender in Sachen Fußball. Bevor er sich einen Namen in der Bundesliga machte, spielte er bereits in Brasilien und Mexiko. Seine Markenzeichen: Schnelligkeit und Tore. Darauf mussten die Bremer jedoch ein ganzes Jahr warten. Denn zum Goalgetter avancierte der Brasilianer 1999/2000 unter Trainer Thomas Schaaf. In 169 Spielen für Werder schoss er 88 Tore. 2004 erreichte Ailton den Höhepunkt seiner Karriere: Er wurde nicht nur Torschützenkönig, sondern auch als erster ausländischer Spieler zu „Deutschlands Fußballer des Jahres“gewählt. Dass die Torjägerkanone zwei Jahre später beinahe versteigert wurde, passte ins Bild: Die brasilianische Frohnatur plagten stets Geldsorgen. Über die Anzahl seiner Berater und die Höhe noch offener Rechnungen wurde viel spekuliert. Ailtons weitere Karrierestationen galten als Missverständnis: Bei Schalke 04 konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Aus Istanbul wollte er am liebsten fliehen, wurde aber vom Besiktas-Manager am Flughafen jäh gestoppt. Es folgte der Transfer zum Hamburger SV, auch dort enttäuschte er mit mageren drei Toren. Vom HSV wurde Ailton erst zu Roter Stern Belgrad abgeschoben. Im Februar 2007, nach nur 13 Spielen, wurde er schließlich an Grasshopper Zürich verliehen, wo er bislang acht Tore schoss. pl

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