Sport : Die kennt doch keiner

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Einer schafft es meist, wenn er auch nicht weit kommt. In den vergangenen Jahren standen der FC Kopenhagen, Olympiakos Piräus, Sporting Lissabon und Panathinaikos Athen im Achtelfinale der Champions League und irritierten den Kreis der Etablierten. Die Klubs aus den eher kleineren Ligen schieden dann aber aus, und der aktuellen Überraschungsmannschaft Apoel Nikosia dürfte es unabhängig von der Auslosung nicht anders gehen.

Es ist nett und niedlich, wenn es eine Mannschaft mit einem gesamten Marktwert von 17 Millionen Euro in die K.-o.-Runde schafft und kurzzeitig zum Liebling so manchen Fußballromantikers wird. Von Bedeutung ist das aber nicht. Denn die üblichen Verdächtigen sind fast ausnahmslos auch dabei.

Manchester United und den FC Chelsea könnte es treffen, Manchester City steht vor dem Ausscheiden und wird damit bei vielen Fußballfans noch länger für Freude sorgen als das Team aus Zypern. Denn am Feindbild Manchester City, gegen das Roman Abramowitschs FC Chelsea mickrig wirkt, kann man sich leicht abarbeiten. Auch in England funktionieren die Reflexe. „Den wird City für 40 Millionen verpflichten, um ihn gelegentlich mal von der Ersatzbank zu bringen“, schreibt der „Guardian“ und meint Edinson Cavani, der die Tore für Neapel gegen Manchester beim 2:1 geschossen hat. 228 Millionen Euro Verlust hat der Klub eines Scheichs aus Abu Dhabi 2010 gemacht. Derzeit führt das Star-Team souverän die englische Liga an, den Namen des Scheichs kann sich keiner merken. So wie die Namen der Spieler von Nikosia.

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