Sport : Die Kinowelt AG bittet zur Kasse

Die Kinowelt AG des Münchener Film- und Sportrechtehändlers Michael Kölmel fordert finanzielle Zuwendungen vom Fußball-Bundesligisten SSV Ulm zurück. Man habe sich entschieden, "sämtliche Vorleistungen, die im Vertrauen auf die vereinbarte Zusammenarbeit erbracht worden sind, zurückzufordern", hieß es in einem Schreiben des Kinowelt-Tochterunternehmens Sportwelt an den Verein. Die Ulmer hatten am 21. April die Verhandlungen mit der Kinowelt gestoppt und sich entschlossen, Gespräche über die Vermarktung mit anderen Partnern zu intensivieren.

Die Kinowelt AG wollte mit der Fußball-Abteilung des SSV Ulm eine Spielbetriebs- und eine Vermarktungsgesellschaft gründen. Damit sollten dann audio-visuelle Rechte (Fernsehen, Internet) erworben werden. Die Kinowelt AG hätte dafür im Gegenzug dem Klub mehrere Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Zu Ungereimtheiten war es in diesem Zusammenhang bei einem Aktienpaket im Wert von 5,5 Millionen Mark gekommen, das die Ulmer bereits von dem Sportrechtehändler erhalten haben. Die Kinowelt AG deutet die Übergabe offenbar als rückzahlbares Darlehen, der Verein will die Aktien dagegen als Spende verstanden wissen, für die keine Gegenleistungen versprochen worden seien.

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