DIE KOMBINIERER LANDEN AUF RANG DREI : Gold im Blick, Bronze im Schneehaufen

Lars Becker[Val di Fiemme]
Enttäuschter Dritter. Eric Frenzel bezwingt den japanischen Schlussläufer Akito Watabe im Schlusssprint und freut sich nur ein bisschen über die WM-Medaille. Foto: dpa
Enttäuschter Dritter. Eric Frenzel bezwingt den japanischen Schlussläufer Akito Watabe im Schlusssprint und freut sich nur ein...Foto: dpa

In die Freude über ihre Bronzemedaille mischte sich bei den Nordischen Kombinierern Enttäuschung. Tino Edelmann hatte bei der WM-Premiere des Teamsprints mit einem selbst verschuldeten Sturz die Siegeschance verschenkt. Nach dem Springen hatte das deutsche Duo aus Edelmann und Eric Frenzel noch geführt. „Das war irgendwie ganz blöd, ich bin in einem Schneehaufen hängengeblieben“, sagte Edelmann, „ich wusste sofort, dass Gold weg war.“ Bei der Siegerehrung hatte er immerhin sein Lächeln wiedergefunden, während Frenzel einen Freudensprung aufs Podest machte. „Auch wenn der Teamsprint nicht unbedingt mein Format ist – für mich war die WM insgesamt in Ordnung“, sagte Frenzel, der am Donnerstag Einzel-Gold gewonnen hatte. „Alle Träume sind aber nicht in Erfüllung gegangen.“ Vor zwei Jahren hatte der Sachse bei der WM in Oslo schon die deutsche Bilanz mit vier Medaillen fast im Alleingang gerettet. Und auch diesmal fährt er mit Gold und Bronze als erfolgreichster deutscher Teilnehmer nach Hause. Mit drei Medaillen – Bronze von Björn Kircheisen im ersten Einzelwettbewerb – waren die Kombinierer wieder die erfolgreichste Sparte. Der Deutsche Skiverband (DSV) will nun auf organisatorischem Gebiet noch einen Sieg erringen: Er bewirbt sich mit Oberstdorf um die Ausrichtung der Nordischen Ski-WM 2019. Die Entscheidung über den Austragungsort fällt im Juni 2014. lb

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