• Die Kraft in der Schulter reicht nicht Haas fehlt in Melbourne und hofft auf Peking

Sport : Die Kraft in der Schulter reicht nicht Haas fehlt in Melbourne und hofft auf Peking

Petra Philippsen

Melbourne - Bereits Anfang November hatte Thomas Haas beim Saisonabschluss in Paris-Bercy ein mulmiges Gefühl. „Die Australian Open kommen immer viel zu früh im Jahr. Es wäre schade, wenn ich die ausfallen lassen müsste. Es ist eines meiner Lieblingsturniere“, sagte Haas, dessen Befürchtungen nun eingetreten sind: Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres findet ohne die deutsche Nummer eins statt. Sehnlichst hatte Haas dem Ende der Saison entgegengefiebert, um endlich seine zweifach operierte Schulter genauer untersuchen zu lassen, die ihm seit dem Frühjahr wieder Probleme bereitet hatte. „Vielleicht ist es ja doch nicht so schlimm und ich kann meine normale Saisonvorbereitung durchziehen“, hoffte Haas noch in Paris. Doch eine erneute Operation wurde nötig.

Immer wieder begab sich der 29-Jährige danach für Reha-Maßnahmen in die Hände von seinem Physiotherapeuten Klaus Eder in Donaustauf und absolvierte dort mit seinem ebenfalls verletzten Davis-Cup-Kollegen Alexander Waske lockere Trainingseinheiten. Die Aufbauarbeit fruchtete, doch die Zeit arbeitete gegen Haas. Für eine Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier, bei dem in meist brütender Hitze über drei Gewinnsätze gespielt wird, reichte die Kraft in der Schulter einfach noch nicht. „Ich bin körperlich fit, aber die Nachwehen sind noch nicht ganz überwunden“, begründete Haas seine Absage, die erst nach tagelangen öffentlichen Spekulationen um seine Person erfolgt war.

Haas wollte seine Punkte aus der Halbfinalteilnahme vom Vorjahr um jeden Preis verteidigen und reizte den Zeitpunkt der Absage bis zur letzten Minute aus. Nun arbeitet Haas in Florida an seinem Comeback. „Ich will so schnell wie möglich auf die Tour zurückkehren“, sagte er auch im Hinblick auf sein wichtigstes Ziel 2008: Olympia in Peking. Petra Philippsen

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