Sport : DIE LIGA IN ZAHLEN

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Umsatz: Die Umsätze der 18 deutschen Erstligisten stiegen in der Saison 2004/05 auf 1,24 Milliarden Euro. Nur in England (1,97 Mrd.) und Italien (1,34 Mrd.) erwirtschafteten die Klubs mehr.

Einnahmen: Der wichtigste Faktor bleiben die Medienrechte. Durch den neuen Fernsehvertrag stiegen die Erlöse um 42 Prozent auf etwa 430 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Pro Saison erhalten die Klubs in Italien etwa 560 Millionen, in Frankreich rund 600 Millionen. Spitzenreiter ist England mit 710 Millionen Euro – ab der kommenden Saison sogar 850 Millionen Euro. In Spanien nehmen Spitzenklubs wie der FC Barcelona und Real Madrid allein jeweils mehr als 100 Millionen Euro ein. Dafür liegt die Bundesliga bei Sponsoreneinnahmen und Zuschauern an der Spitze.

Ausgaben: Der größte Posten sind die Spielergehälter, 2004/05 gaben die Bundesligisten durchschnittlich 27,5 Millionen Euro dafür aus. Das entspricht 38,6 Prozent des Gesamtumsatzes. In den anderen Ligen ist der Durchschnitt bei 62 Prozent – ein Anzeichen für riskanteres Wirtschaften. Deutsche Klubs finden zudem eine vergleichsweise günstige Steuer- und Abgabensituation vor.

Ergebnis: Mit einem Gewinn von durchschnittlich etwa drei Millionen Euro waren die Bundesligaklubs in der Saison 2004/05 neben der englischen Premier League als einzige in Europa profitabel. In der Saison davor machten die Klubs im Schnitt vier Millionen Euro Verlust.

Schulden: Die Verbindlichkeiten der Bundesligisten sanken 04/05 um rund 50 Millionen auf 717 Millionen Euro. Allerdings spielten hier auch hohe Einmaleffekte wie Vorauszahlungen von Vermarktungsverträgen eine Rolle. An der europäischen Spitze liegt Spanien mit nach Expertenschätzung mehr als 3 Milliarden Euro, die italienische Serie A hat etwa 1,2 Milliarden Euro Schulden. chh

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