Sport : Die neuen Eisbären

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Im elften Jahr sind die Hamburg Freezers nun in der Deutschen EishockeyLiga (DEL) unterwegs. In den zehn Jahren davor wurde die vom Anschutz-Konzern gepäppelte Mannschaft von der Konkurrenz zuverlässig am Saisonende ausgelacht. Viel Geld, große Ambitionen, und dann kam doch nichts heraus beim Retortenklub aus Hamburg. Das war einmal. Spätestens seit Samstag lacht niemand mehr. Die Freezers sind Tabellenführer der DEL. Nach vielen Erfolgen, die nicht zufällig waren, sondern geplant. Denn maximal noch bei den Kölner Haien wird in der Liga so akribisch und perspektivisch mit jungen deutschen Spielern gearbeitet wie in Hamburg.

In Hamburg heißen die neuen Stars David Wolf, Jerome Flaake oder Garrett Festerling – vor ein paar Jahren waren diese Talente im deutschen Eishockey noch wenig umworben. Inzwischen schießen die jungen deutschen Spieler in der ersten Sturmreihe die Hamburger Tore. Angeführt wird die Mannschaft von Christoph Schubert, einem Verteidiger mit Erfahrung aus der National Hockey League – einem deutschen Verteidiger.

Mögen sie sich in Berlin bei den Eisbären noch so sehr ihrer Integration junger deutscher Spieler ins erste Team rühmen – einem Vergleich mit den Freezers halten die Berliner nicht mehr stand. Da reicht schon ein Blick auf die Tabelle: Die Eisbären sind Neunter, ihre einstigen Talente längst so sehr in die Jahre gekommen wie ihre Art, Eishockey zu spielen. Dabei liegt das Gute in der Firma. Schließlich werden auch die Berliner vom Anschutz-Konzern aus den USA finanziert. Nur scheinen sie inzwischen das Geld in Hamburg im Eishockey besser anzulegen als in Berlin.

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