Sport : Die Nordost-Klubs wollen weiter klagen

Die Gerichte des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) kommen in der für die Qualifikation zur künftigen dritten Profiliga entscheidenden Regionalliga-Saison 1999/2000 nicht zur Ruhe. Nachdem das NOFV-Sportgericht den Einspruch von fünf Regionalligisten gegen die Spielwertungen ihrer Partien mit Tabellenführer Dresdner SC kostenpflichtig abgewiesen hatte, kündigten die Unterlegenen den Gang zur nächsthöheren Instanz an.

Vereine wie Rot-Weiß Erfurt und der Sachsen Leipzig hatten den Protest eingereicht, weil ihrer Meinung nach die zwei beim DSC unter Vertrag stehenden Argentinier Sergio Bustos und Sergio Sanchez ihre Spielgenehmigung durch den Sächsischen Fußball-Verband (SFV) "erschlichen" hätten. Beide hielten sich wochenlang nur mit einem Touristenvisum in Deutschland auf und standen vor der Abschiebung durch die zuständigen Behörden.

Sachsen Leipzigs Präsident Thomas Till kündigte bereits an, im Fall der Argentinier durch alle Instanzen gehen zu wollen. Erfurts Manager Heinz-Joachim Jungnickel erklärte, dass sein Verein nach Prüfung der schriftlichen Urteilsbegründung das NOFV-Verbandsgericht als nächsthöhere Instanz einschalten wird.

Auch gegen das Sportgerichts-Urteil zum beim Stand von 0:0 wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern abgebrochenen Spiel zwischen dem VfB Leipzig und Dynamo Dresden laufen noch Berufungen beider Vereine beim Verbandsgericht. Das Sportgericht hatte Leipzig mit einer Platzsperre belegt und den Gästen aus Dresden die Punkte zugesprochen. Der Verein Dynamo Dresden wurde aber gleichzeitig durch eine Geldstrafe von 800 Mark mitschuldig an den Zwischenfällen gesprochen.

Auch 15 Mitkonkurrenten der NOFV-Regionalliga protestierten bereits gegen dieses Urteil und befürchten Wettbewerbsverzerrung.

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