• Die Ordnung ist wieder hergestellt Spandau schlägt Duisburg und rückt an die Spitze

Sport : Die Ordnung ist wieder hergestellt Spandau schlägt Duisburg und rückt an die Spitze

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Berlin - Alles beim Alten? Marc Politze, Kapitän der Wasserfreunde Spandau 04, wehrte nach dem 12:3 (2:1, 2:0, 3:2, 5:0)-Erfolg des Serienmeisters gegen den bisherigen verlustpunktfreien Spitzenreiter AC Duisburg schnell ab. „Nichts da, in den Play-offs fängt alles von Neuem an. Aber für den Kopf war das Match ganz wichtig“, sagte der 33 Jahre alte Führungsspieler, der diesem Anspruch auch am Samstag in der Schöneberger Schwimmhalle gerecht wurde.

Die Nervosität war zu Beginn deutlich greifbar. Es dauerte mehrere Angriffe, ehe der erste Treffer fiel. Und der landete im Tor von Spandaus Keeper Alexander Tchigir. Bis zu Beginn des dritten Abschnitts wehrten sich die Duisburger, die 1968 letztmals Deutscher Meister waren. Nach dem 1:4 kamen sie noch mal auf 3:4 heran, doch das war’s dann. Die Spandauer zogen ihre Kreise, gewannen mehr und mehr Sicherheit, nutzten ihre Chancen besser und brillierten in der Abwehr mit Aggressivität und Konzentration.

Die Spandauer zeigten das, was Politze vor dem Match gefordert hatte: Sie setzten ein Zeichen. Das taten die Berliner wie lange nicht und so überzeugend wie vielleicht noch nie in dieser Saison. Die ersten drei Tore für den Gastgeber erzielte Politze selbst, motivierte damit ganz offenbar seine Kollegen, bei denen man zwar noch genug Reserven zur Verbesserung sah, die aber endlich mal wussten, was sie den 280 Zuschauern schuldig waren.

Die Spandauer, die das Hinspiel in Duisburg 12:13 verloren hatten, haben nun wie der Kontrahent 22:2 Punkte auf dem Konto, liegen aber dank der deutlich besseren Plustrefferdifferenz an der Tabellenspitze. „Da, wo wir hingehören“, wie Politze sagte. In den ausstehenden zwei Partien dürfte sich daran nichts mehr ändern. Was den Vorteil hätte, dass Spandau bis zum Finale den Heimbonus auf seiner Seite wüsste. Klaus Weise

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