Sport : Die Ostwestfalen nutzen die Gunst der Stunde - Auf Platz zwei vorgerückt

Der TBV Lemgo hat die Gunst der Stunde genutzt und sich in der Handball-Bundesliga auf den zweiten Rang vorgeschoben. Während Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt um den Einzug ins EHF-Pokalfinale spielte und der THW Kiel als erste deutsche Mannschaft das Endspiel der Champions League erreichte, haben die Lemgoer mit dem leichten 29:21 (15:10)-Erfolg über den TV Willstätt eine gute Ausgangsposition im spannenden Titelkampf erobert. Dagegen hat der Bundesliga-Aufsteiger HSG Nordhorn beim ThSV Eisenach mit 17:22 (8:10) unerwartet Federn lassen müssen.

Eine Woche vor der DHB-Pokalendrunde in Hamburg unterstrich die SG Wallau-Massenheim Frankfurt durch das 28:22 (16:8) gegen den VfL Bad Schwartau Ambitionen auf den Cupgewinn. "Damit haben wir wie schon zuletzt in Eisenach bestätigt, dass wir derzeit gut beieinander sind", freute sich Trainer Martin Schwalb. Gleichzeitig spielten sich die Hessen den Frust über den Abzug der zwei gegen den TuS Schutterwald (29:18) gewonnenen Punkte von der Seele. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) ahndete damit den Einsatz des nicht spielberechtigten Pascal Hens. "Wir waren ziemlich stinkig vor dem Spiel. Und das mit gutem Grund", meinte Schwalb.

Er sieht seine Mannschaft zu Unrecht um den Lohn der Arbeit gebracht. Schließlich sei die Spielgenehmigung für Hens termingerecht beantragt worden, allerdings auf einem falschen Formular. Dieses wurde vom DHB zurück geschickt, jedoch war danach die Frist verstrichen. Nun behalten sich die Frankfurter vor, nach einem Gespräch mit den DHB-Verantwortlichen am Rande des Final-Four in Hamburg Protest gegen den Punktabzug einzulegen.

Überraschend souverän verteidigt der TBV Lemgo in der Bundesliga trotz des Ausfalls von Welthandballer Daniel Stephan seinen Platz in der Spitzengruppe. Mit Andrej Siniak als Lenker und Torschützen (7) beherrschten die Ostwestfalen den TV Willstätt nach Belieben. Dagegen scheint Nordhorn im letzten Drittel der Saison die Luft auszugehen. Nach der Heimniederlage gegen Flensburg-Handewitt kassierten die Niedersachsen in Eisenach die zweite Pleite in Folge und müssen nun gar um einen Europapokalplatz bangen. Während die HSG Wetzlar bei TuS Nettelstedt einen 29:25-Erfolg feierte, musste sich TuSEM Essen mit einem 21:21 beim Schlusslicht TuS Schutterwald begnügen.

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