Sport : Die Patenschaft

Sven Goldmann

gratuliert Schewtschenko und Berlusconi Christian Vieri hat in sieben Jahren 122 Tore für Inter Mailand geschossen. Vor dieser Saison wechselte der italienische Fußball-Nationalspieler zur lokalen Konkurrenz, worüber beim AC Mailand alle hocherfreut waren. Alle bis auf Andrej Schewtschenko, der in Vieri schwere Konkurrenz für seinen Stammplatz sah. Also drohte der Ukrainer mit seinem Weggang für den Fall, dass er künftig auf der Bank sitzen werde. Trainer Ancelotti hat sich die Sache gut überlegt und sich gewiss auch mit wichtigen Leuten im Klub beraten. Zu Milans Saisondebüt in Ascoli saß nicht Schewtschenko auf der Bank, sondern Vieri.

Gestern nun wurde bekannt, dass Silvio Berlusconi, in Personalunion italienischer Regierungschef und Besitzer des AC Mailand, die Patenschaft für Schewtschenkos Sohn Jordan übernehmen wird. Das eine hat mit dem anderen natürlich überhaupt nichts zu tun, aber ein prima Thema für einen abendfüllenden Spielfilm gibt diese Affäre allemal her, mit mächtigen Paten und Angeboten, die man besser nicht ablehnen sollte. Der Film ist übrigens schon gedreht worden, vor 33 Jahren, mit Marlon Brando in der Hauptrolle – als Silvio Corleone.

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