Sport : Die Politik hat ein Pferd im Stall

-

Politiker sind auf der Galopprennbahn Hoppegarten keine Seltenheit mehr. Zuletzt war beim Großen Preis von Deutschland sogar Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der Ehrentribüne zu Gast. Dass Politiker ihr eigenes Pferd mitbringen, ist aber ungewöhnlich. Am Sonntag war es so. Conquistador, ein vierjähriger Wallach, startete unter dem Namen „Stall Parlamentaria“. Das Pferd besitzen neun Frauen aus den Reihen der Christdemokraten.

Initiiert wurde die Besitzergemeinschaft von Ingrid Borchert, die im Rat der Stadt Bochum sitzt. „Es war nicht schwer, Mitstreiterinnen zu finden“, sagt die Frau des GaloppverbandsPräsidenten. „Wir gehen gerne zur Rennbahn. Und für ein eigenes Pferd ist die Aufmerksamkeit größer.“

Conquistador wurde vom Kölner Gestüt Röttgen gepachtet, es wird von Peter Rau trainiert und war im Vorjahr mit zwei Siegen und 11 600 Euro Prämie auch sehr erfolgreich. In diesem Jahr hatte es mit einem vorderen Platz aber noch nicht geklappt – bis gestern. Mit dem Jockey Filip Minarik wurde das Pferd im fünften Rennen Dritter und holte damit 1400 Euro. „Er ist das erste Mal in diesem Jahr ins Geld gelaufen“, freute sich Ingrid Borchert.

Die Bahn in Hoppegarten scheint für den Wallach eine gute Strecke zu sein. Schon im Vorjahr wurde er am Tag der Einheit in einem Rennen Zweiter. iwo

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben