Sport : Die Regionalliga Nordost rüstet zum Endspurt

Wolfram Göschel

Am Sonnabend beginnt die letzte Halbzeit der Fußballregionalliga. Ab der nächsten Saison wird eine Dritte Profiliga quasi als "Zwischendecke" eingezogen und darunter dann die Regionaloberliga etabliert. In der Regionalliga Nordost haben sich nahezu alle Teams für den Showdown verstärkt. Der 1. FC Union möchte gar in die Zweite Liga aufsteigen.

Die Südberliner befinden sich als Tabellenerster derzeit auf einem guten Weg. "Wir wollten von Anfang an eine zweitligataugliche Mannschaft haben. Die haben wir. Der iranische Nationalspieler Okeke wird uns, denke ich, zur anstehenden zweiten Runde noch besonders verstärken", sagt Unions Präsident Heiner Bertram. Neben Okeke haben die Köpenicker auch den Ungarn Levente Bozsik und den Litauer Aidas Preiksaitis verpflichtet. "Das Trainingslager auf Zypern war hervorragend. Wir haben vier gute Vorbereitungsspiele absolviert und keine Verletzten", sagt Bertram. Er hoffe, dass die ab September neue "Alte Försterei", deren Umbau (Überdachung, Flutlicht, Sicherheitsauflagen) im Mai beginnt, dann Teams der Zweiten Liga sehen werde. Das Spiel am Sonnabend gegen Erfurt soll die Unioner diesem Ziel schon ein Stück näher bringen.

Beim BFC Dynamo wird in gänzlich anderen Sphären gedacht. Die Mannschaft steht nach der Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trotzdem gibt man sich in Hohenschönhausen betont zweckoptimistisch. "Uns hat jetzt, was das Erreichen der Dritten Liga angeht, keiner mehr auf der Rechnung. Wir können befreit aufspielen und stehen nicht mehr unter Druck. Das ist unsere Chance", sagt Trainer Jürgen Bogs. Mit dem Tschechen Milan Duhan habe er, so Bogs, nun noch einen neuen Spielgestalter im Mittelfeld. Matthias Pregojevic, Adamus Georgiv und Peter Biro sollen diesen bisher diffus agierenden Mannschaftsteil ebenfalls verstärken. Ansonsten geht Bogs davon aus, das Sonnabendspiel gegen Magdeburg in Bestbesetzung bestreiten zu können. Neues gibt es beim BFC auch in Sachen Sponsoring. Seit gestern hat der Verein einen Vertrag mit der Mahlsdorfer Software-Entwicklungsfirma Lipro AG. Er umfasst eine "siebenstellige Summe", sagt Präsident Volkmar Wanski. Der Vertrag ist auf drei Jahre angelegt, schließt eine Unterstützung in der Oberliga demnach mit ein.

"Es geht unserem Partner vor allem auch um die Aufrechterhaltung unserer Jugendarbeit. Außerdem könnten wir mit dem Geld gegebenenfalls eine schlagkräftige Mannschaft in der Oberliga finanzieren und direkt angreifen", sagt Wanski.

Die beiden Amateurvereine von Hertha BSC und Tennis Borussia müssen am Sonnabend in Jena bzw. beim Dresdner SC antreten. Den TeBe-Trainer Robert Jaspert plagen einige Verletzungssorgen und die Abgänge Boban und Taljevic in die erste Mannschaft. "Das schwächt uns enorm. Aber jetzt müssen die anderen sich empfehlen und kämpfen", sagt Jaspert.

0 Kommentare

Neuester Kommentar