Sport : Die Reserve lockt

Bayerns B-Elf überzeugt beim 4:0 gegen Lautern.

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Foto: dapd
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München – Die vergangenen Tage waren durchaus turbulent verlaufen in München. Eine Niederlage gegen Bayer Leverkusen – und schon begannen die Diskussionen beim FC Bayern. Einer ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen: Trainer Jupp Heynckes mahnte zur Gelassenheit. Wie gelassen er selbst geblieben war, das allerdings ließ er erst kurz vor Anpfiff des DFB-Pokalspiels gegen den 1. FC Kaiserslautern durchblicken: Auf neun Positionen veränderte Heynckes sein Team im Vergleich zum Spiel gegen Leverkusen. Und die B-Elf tat ihre Schuldigkeit. Nach einem 4:0 zogen die Münchner in die dritte Runde ein.

Nicht nur Torhüter Tom Starke durfte für Manuel Neuer ran. Diego Contento, Rafinha, Anatoli Timoschtschuk, sogar Amateur Emre Can, sie alle liefen von Beginn an auf. In der B-Elf standen jedoch immer noch der genesene Arjen Robben, Xherdan Shaqiri, Claudio Pizzaro und Javi Martinez, der erstmals in der Innenverteidigung aufgeboten wurde. Trotz allem wurde es eine illustre Begegnung, obwohl die Lauterer offensichtlich angefressen waren, weil sie der Rekordmeister nicht ganz ernst nahm. Die Pfälzer spielten aggressiv – und nutzten einige Münchner Schwächen. Mohamadou Idrissou vergab jedoch zwei Mal freistehend vorm Bayern-Tor. Ein abgefälschter Schuss von Steven Zellner landete zudem am Pfosten. Die Münchner hätten sich über ein Gegentor nicht beschweren können, stattdessen gingen sie selbst mit 1:0 in Führung: Aushilfskapitän Robben schickte Pizarro, der den Ball stramm und flach im Netz versenkte. Es war eine glückliche Führung zur Pause, obwohl die Bayern die Partie gegen den Zweitligisten bestimmten. Und obwohl David Alaba mit einem Schuss aus acht Metern an Torhüter Tobias Sippel scheiterte.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich das neuformierte Bayern-Team offenbar etwas eingespielt. Kaiserslautern hatte nun kaum noch Chancen, stattdessen legte Pizarro erst für Robben auf, der den Ball alleine vor Sippel in die Maschen drosch. Dann köpfte der Peruaner nach einem Freistoß sein zweites Tor.

Für den FCK ging es nach dem Treffer zum 0:3 lediglich um Schadensbegrenzung. Heynckes musste zwar ansehen, wie sich Rafinha bei einem Kopfballduell an der Schulter verletzte. Der Trainer konnte die letzte halbe Stunde aber genießen. Mit dem 4:0 durch Robben und mit dem Wissen, dass Martinez auch in der Innenverteidigung spielen kann, Ersatzstürmer Pizarro sich wieder eingewöhnt – und dass er sich auf seine Reservisten verlassen kann. Florian Fuchs

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