Sport : Die Routiniers

Albas Basketballer hoffen wieder auf einen starken Endspurt

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Manchmal ändert die Perspektive alles. Blickt man zum Beispiel vom 12. April 2002 auf die vergangene Saison von Alba Berlin, kann man nur den Kopf schütteln. Mit lediglich drei Siegen hatten sich die Berliner Basketballer aus der Europaliga verabschiedet, mit acht Niederlagen schloss Alba die Hauptrunde in der Bundesliga hinter Frankfurt, Bonn, Köln und Leverkusen ab. Das tat schon weh.

Blickt man jedoch vom 25. Mai 2002 auf die Saison, kann man nur Beifall klatschen. Die Mannschaft von Trainer Emir Mutapcic holte zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Den deutschen Pokal hatte Alba in der MaxSchmeling–Halle durch ein 100:88 gegen Frankfurt gewonnen. Dieses Spiel wendete die Saison zum Positiven. Durch einen starken Endspurt beendete Alba Berlin die Saison, wie es der Klub seit sechs Jahren macht: Mit dem Meisterschild des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) auf dem Mannschaftsfoto. In keiner Play-off-Serie hatte Alba den Heimvorteil auf seiner Seite, trotzdem verloren die Berliner kein Play-off-Spiel: 3:0 gegen Leverkusen, 3:0 gegen Frankfurt, 3:0 gegen Köln. Es war beeindruckend, wie souverän Alba in fremden Hallen siegte. Die Berliner sehen das offensichtlich ebenso und wählten die Basketballer von Alba Berlin mit 3221 Stimmen vor dem Eishockeyklub EHC Eisbären und den Fußballern von Hertha BSC zur Mannschaft des Jahres in Berlin.

Ein Teil dieser Ehrung gebührt Wendell Alexis, der die Berliner nach sechs Jahren im Sommer verließ. Ohne ihren langjährigen Topscorer versuchen sich die Basketballer nun an der Wiederholung des Vorjahresergebnisses. Es läuft aber noch nicht. In der Europaliga steht Alba auf Rang sechs, in der Bundesliga auf Rang drei. Aber wir schreiben ja auch erst den 21. Januar 2003. ben

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