Sport : Die Russen avancieren zu Europas bester Springer-Nation

Das Synchron-Silber zum Abschluss konnte die enttäuschende Bilanz der deutschen Springer nicht mehr retten. Den Status als beste Springer-Nation Europas haben die Artisten unter den Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei den Europameisterschaften in Istanbul an Russland verloren. Von den sechs Titeln der EM 1997 in Sevilla konnte nur der im Synchron-Springen vom Turm durch Jan Hempel und Heiko Meyer (beide Dresden) verteidigt werden. "Das war von vornherein klar, das konnte man nicht wiederholen. Aber wir können immer noch in jedem Wettkampf um eine Medaille mitspringen", sagte Bundestrainerin Ursula Klinger.

Am Schlusstag scheiterte die Titelverteidigung der Synchron-Springerinnen vom 10-m-Turm. Anke Piper (Berlin) und Ute Wetzig (Leipzig) sprangen im Dauerregen mit 264,69 Punkten zur Silbermedaille. "Wir haben beide Schwächen gezeigt, am Regen lag es zumindest nicht", sagte die 28-jährige Ute Wetzig. Der Titel ging an Swetlana Timoschinina/Ewgenia Olschewskaja (Russland/272,46). Andreas Wels (Halle), der in Sevilla noch Bronze geholt hatte, kam vom 3-m-Brett mit 388,44 Punkten nach Silber vom 1-m-Brett nur auf den fünften Rang. Stefan Ahrens (Rostock/303,42) wurde sogar nur Zwölfter im Finale. Den Titel sicherte sich der Brite Antonio Ali (415,62).

Während die deutschen Springer die zehn Entscheidungen vor zwei Jahren in Sevilla mit sechs Gold- und jeweils drei Silber- und Bronzemedaillen dominierten, musste der DSV am Bosporus einige schmerzhafte Niederlagen hinnehmen. In Istanbul blieb es bei lediglich einem Titel, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen. Mit vier Siegen, drei Vize-Meisterschaften und einem dritten Platz avancieren die Russen zu Europas bester Springer-Nation.

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