Sport : Die Serie endet in Augsburg Nach fünf Siegen in Folge verlieren die Eisbären 2:4

Ulrich Gerhardt

Augsburg – Fünf Spiele in Serie hatten die Eisbären zuletzt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gewonnen. Mitunter war ihnen das Siegen auch gar nicht so schwer gefallen – wie etwa am Freitag beim 4:2 gegen Hannover. Der mühelos herausgespielte Erfolg hatte manchem Verantwortlichen der Berliner allerdings Sorgen bereitet. „Gegen Hannover ist uns vieles zu leicht gefallen“, hatte Manager Peter John Lee gesagt. „Das ist nicht unbedingt gut, weil manche Spieler jetzt denken mögen, das geht am Sonntag auch so einfach.“ Ging es nicht. Vielleicht, weil die Eisbären ihren Gegner ein bisschen unterschätzt hatten und somit Lees Ängste bestätigten: Die Eisbären verloren nämlich gestern bei den Augsburger Panthern 2:4 (2:1, 0:1, 0:2) .

Von Beginn an hatte sich vor 4030 Zuschauern im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion eine attraktive Partie entwickelt. Die Berliner waren kombinationssicherer, die Augsburger glichen die spielerische Überlegenheit des Gegners mit Kampfkraft aus und durften schon nach nur vier Minuten jubeln: Shawn Carter hatte zum 1:0 für die Schwaben getroffen.

Danach aber war vor allem die forsche jüngere Abteilung der Eisbären an der Reihe. Das Fehlen der beiden routinierten US-amerikanischen Stürmer Mark Beaufait (Adduktorenzerrung) und Kelly Fairchild (Handverletzung) machte sich bei den Eisbären erst nicht bemerkbar: André Rankel gelang nur 24 Sekunden nach dem Augsburger 1:0 der Ausgleich. Noch im ersten Drittel war es dann Alexander Barta, der die Berliner nach einem Konter bei Unterzahl in Führung brachte. John Miner gelang allerdings schon im zweiten Drittel der Ausgleichstreffer für die Panther. Alles Anrennen nutzte den Eisbären nach dem Tor zum 2:2 wenig, im Gegenteil: Vier Minuten nach Beginn des Schlussabschnitts erhöhte Duanne Moeser sogar auf 3:2 für Augsburg. Eisbären-Verteidiger Frank Hördler sah das Tor von der Strafbank aus. Shawn Carter traf neun Minuten vor Schluss zum 4:2 für Augsburg.

Die Berliner nahmen sich in den letzten Minuten dann selbst die Chance, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zwei Minuten vor Ende kassierte Micki Dupont eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung. Der Berliner Verteidiger hatte den Puck über die Plexiglasbande an der Seite des Spielfeldes geschlagen, und das wird in der DEL nun bestraft. Eisbären-Trainer Pierre Pagé nahm die Niederlage gefasst auf. „Augsburg hat verdient gewonnen“, sagte er. „Wir waren nach dem anstrengenden Programm der vergangenen Wochen einfach zu müde.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar