Die Spiele des Abends : Letzter Stand: Noch hat Holland nicht gewonnen

An dieser Stelle erfahren Sie täglich um 16 Uhr die letzten Neuigkeiten vor dem Anpfiff der Spiele des Abends. Heute, ab 18 Uhr Italien gegen Rumänien und um 20.45 Uhr Niederlande gegen Frankreich.

Jörg Leopold

Niederlande – Frankreich
Gruppe C, Wankdorf-Stadion, Bern, 20.45 Uhr live in der ARD

Unsere holländischen Freunde haben gegen Italien nicht nur schön gespielt, sondern auch gewonnen. Nur machen sie nach dem 3:0 über den Weltmeister wieder einen entscheidenden Denkfehler, denn nicht das erste Spiel bei einem Turnier ist entscheidend, sondern das letzte. Und da verlieren die Holländer fast immer. Mit Frankreich steht aber zunächst einmal Gruppengegner Nummer 2 auf dem Plan. Und rechtzeitig für das Spiel am Abend in Bern hat sich auch noch Arjen Robben fit gemeldet: „Das ist ein Luxusproblem", sagt Marco van Basten und: "Es ist immer schwer, nach solch einem Spiel Veränderungen vorzunehmen.“ Das klingt nach Zündstoff, denn dass sich ein Star bei den Holländern ohne Widerworte freiwillig auf die Bank setzt, ist fast so selten wie ein Titelgewinn in Orange.

Ganz andere Sorgen haben die Franzosen, die einfach keine Tore schießen können. Aber Willy Sagnol beruhigt die Fans schon einmal vorsorglich: "Wir waren auch schon bei der WM 2006 nicht das spektakulärste Team, aber am Ende im Finale.“ Zumindest ist der wertvollste Hintern der Nation wieder genesen. Thierry Henry hat seine Gesäßmuskelzerrung auskuriert und kann spielen. Notfalls muss er eben mit seinem Allerwertesten die Sturmschwäche seiner Mannschaft beheben, was die schön spielenden Holländer vermutlich doppelt ärgern würde.

P.S.: Schiedsrichter dieses Spiels ist Herbert Fandel. Wie passend: ein Klavierpianist und eine Blaskapelle im selben Stadion.

Niederlande: van der Sar - Ooijer, Heitinga, Mathijsen, van Bronckhorst - de Jong, Engelaar - Kuijt, van der Vaart, Sneijder - van Nistelrooy
Frankreich: Coupet - Sagnol, Thuram, Gallas, Abidal - Toulalan, Makelele - Ribery, Malouda - Anelka, Henry


Italien – Rumänien
Gruppe C, Letzigrund Zürich, 18 Uhr live in der ARD 

"Ich bin bereit. Ich will bei dieser EM entscheidend sein und habe keine Angst“, sagt Alessandro del Piero. Ganz anders seine Teamkollegen: denen ging gegen Holland mächtig die Düse. Nun soll es also der Altstar von Juventus Turin richten, sonst muss der Weltmeister womöglich schon nach dem heutigen Spiel mit dem Kofferpacken beginnen. Luca "EM-Chancentod" Toni freut sich schon auf den "herausragenden Stürmer mit großer Ausstrahlung" an seiner Seite. Del Piero wiederum will "möglichst nah bei ihm in der Spitze agieren“. Das klingt nach einer großen Romanze. Aber gibt es auch ein Happy End?

Die Rolle des Spielverderbers wollen heute wieder die Rumänen übernehmen. Die ärgerten schon die Franzosen beim 0:0 nach Kräften, auch wenn Oberbösewicht Adrian Mutu dabei noch leicht verschnupft daher kann. Doch den Italienern droht noch von anderer Seite Ungemach, und zwar in Form eines weiteren skandinavischen Schiedsrichters. Der Norweger Övrebö heißt nicht nur so, sondern hat garantiert auch wieder eine Abseitsregel parat, die nicht mal Günter Netzer kennt. Hoffentlich ist Alessandro del Piero auch darauf vorbereitet.

P.S.: Die Linienrichter - Verzeihung Assistenten - heißen Holen und Randen. Das klingt in italienischen Ohren gar nicht gut.

Italien: Buffon - Zambrotta, Barzagli, Panucci, Grosso - Gattuso, Pirlo, de Rossi - Camoranesi - Toni, del Piero
Rumänien: Lobont - Contra, Tamas, Goian, Rat - Radoi - Cocis, Chivu - Nicolita, Mutu, D. Niculae

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