Sport : Die Stimmung stimmt

Gegen Luxemburg gewinnt die Nationalelf 7:0

Michael Rosentritt

Freiburg - Die Fans waren schon in WM-Form. Sie stimmten eine altbekannte Fußball-Weise einfach um in einen Endspiel-Marsch. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, riefen sie im mit 23 000 Besuchern ausverkauften Freiburger Stadion und drückten so ihre Sehnsucht nach dem Finale in Berlin aus. Ob die deutsche Nationalelf auch schon in WM-Form ist, darüber ließ das Spiel keine Aussage zu. Denn Gegner Luxemburg, in der Weltfußball-Rangliste auf Platz 152 eingestuft, war kein richtiger Testkandidat. Aber das 7:0 zeigte, dass die deutschen Spieler immerhin schon in WM-Stimmung sind.

Auf dem Platz gab es eine gewünschte Grüppchenbildung. Die zwischen Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski etwa. Die beiden harmonierten wie im vergangenen Jahr beim Confed-Cup und steckten ihre Kollegen mit ihrer Leidenschaft an. „Ich weiß, was er macht und er weiß, was ich mache“, sagte Schweinsteiger. Mindestens ebenso gut war das Zusammenspiel in der Offensive zwischen Podolski und Miroslav Klose. Das fing schon beim ersten Tor an, das Podolski für Klose vorbereitete. Später kam noch ein weiterer Treffer des Bremers Klose hinzu, und auch Podolski traf zweimal, einmal davon per Foulelfmeter. Am Ende gelangen dem eingewechselten Oliver Neuville innerhalb von knapp 50 Sekunden zwei Tore. Mit Ausnahme eines verwandelten Foulelfmeters durch Torsten Frings wurden alle sieben Treffer von Stürmern erzielt. „Es war eine Freude zu sehen, wie sie vorne harmoniert haben“, sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Er machte von der Möglichkeit Gebrauch, sechs Spieler auszuwechseln. Die Anfangsformation schien jedoch die beste zu sein, gerade im Mittelfeld und in der Offensive. Einmal musste Klinsmann jedoch unerwünscht tauschen. Robert Huth hatte sich den rechten Fuß vertreten und konnte nach der Halbzeit nicht mehr weiterspielen. Eine genaue Untersuchung soll heute ergeben, ob er länger ausfällt. Das könnte die gute Stimmung gefährden.

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