Sport : Die Tour nicht vermasseln

Mathias Klappenbach

freut sich mit den Konkurrenten auf Lance Armstrong Jan Ullrich gegen Andreas Klöden, zwei Freunde kämpfen mit ihrem Teamkollegen Alexander Winoku row um den Sieg bei der Tour de France? Nein, das wäre es einfach nicht. Auch Ullrich weiß, dass ein Sieg bei der Tour ohne Lance Armstrong höchstens ein halber ist. Nicht nur zu seiner Freude fährt der ewig unsympathische Streber aus Texas in diesem Jahr wieder mit. Das steigert den sportlichen Wert erheblich, und auch den Spaßfaktor. Denn der ist ohne Feindbild erheblich kleiner, vor allem für die Zuschauer.

Kann der gefallene und von der Sportnation wieder aufgenommene Sohn Ullrich doch noch das radelnde Trauma Armstrong besiegen? Oder hat er den mitleidigen Respekt auf seiner Seite, es wieder versucht zu haben und erneut gegen eine Menschmaschine unterlegen zu sein? Wegen dieser Fragen schwitzen die Fans drei Wochen lang im Juli mit Jan Ullrich mit. Und auch ein bisschen mit Lance Armstrong. Denn ohne großen Gegner gibt es kein großes Duell. Es ist gut, dass Armstrong sich so früh erklärt hat. So kann sich die Spannung in den nächsten Monaten mit den üblichen Wasserstandsmeldungen aus beiden Lagern langsam aufbauen, bevor der Showdown beginnt.

Bis dahin weiß jeder, woran er ist. Und was er zu tun hat, zum Beispiel sich mit den Geschichten aus der Vergangenheit auf die Wiederkehr des immergleichen Juli vorzubereiten. Das hat auch etwas Beruhigendes. Eine Tour ohne den sechsmaligen Sieger Armstrong wird erst dann interessant sein, wenn er nicht mehr fährt. Oder einmal geschlagen wurde.

0 Kommentare

Neuester Kommentar