Sport : Die WM bringt das große Geld

Fifa hat alle 15 Topsponsoren

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  Hannover (dpa). Die FußballWeltmeisterschaft 2006 in Deutschland bringt dem Weltverband Fifa das große Geld. Schon dreieinhalb Jahre vor den Titelkämpfen hat die Fifa ihre 15 Hauptsponsoren unter Vertrag. Viel entscheidender aber ist, dass die Sponsoring-Einnahmen um rund 25 Prozent höher liegen als bei der WM 2002 in Japan und Südkorea. Jedes Sponsoren-Paket für 2006 bringt dem Weltverband durchschnittlich etwa 33 Millionen Euro Einnahme.

„Alle 15 Topsponsoren sind schon an Bord“, sagte Fifa-Chef Joseph Blatter gestern in Hannover, wo der Reifenhersteller Continental AG als Nummer 13 präsentiert wurde. Die letzten Verträge seien nur noch Formsache. Die Continental AG ist nach Adidas und Telekom das dritte deutsche Unternehmen im Kreis der Topsponsoren.

Das deutsche Organisationsbüro hat auch bereits vier der sechs erlaubten nationalen Sponsoren gefunden, die jeweils etwa 15 Millionen Euro zahlen werden. OK-Chef Franz Beckenbauer verriet, dass die Einigung mit der Deutschen Postbank unmittelbar bevorstehe. Zuvor waren bereits EnBW, Obi und die Hamburg-Mannheimer als Partner gewonnen worden. „Wir hoffen, bald weiter zu sein, aber die Fifa hat sich noch nicht beschwert“, meinte Beckenbauer lächelnd. Die zwei noch fehlenden Sponsoring-Verträge sind nach Angaben von OK-Vizepräsident Fedor Radmann aber schon „so gut wie fertig verhandelt“.

Noch nie hatte die Fifa zu so einem frühen Zeitpunkt ihre Verträge mit den 15 Unternehmen, die als WM-Partner auftreten dürfen, unter Dach und Fach. „Das liegt an der attraktiven WM in Japan und Südkorea“, sagte Blatter. Zudem werde den Deutschen zugetraut, „dass sie ebenfalls eine großartige WM machen werden“. Die Probleme, die die Weltwirtschaft habe, gelten nicht für die WM, sagte der Fifa-Chef. Dem Vernehmen nach sollen Mastercard und die Fluglinie Emirates die letzten beiden Topsponsoren sein. Die Präsentation des vorletzten Sponsors soll am Dienstag in Dubai erfolgen.

Blatter lobte in Hannover die Vorbereitungen des deutschen Organisationskomitees: „Das Vertrauen ist bei allen vorhanden, wir glauben an eine tolle WM.“

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