Sport : Die Zigarette davor

Schalke – Wolfsburg 3:0

Andreas Morbach

Gelsenkirchen - In der nächsten Woche dürfte es sehr einseitig zugehen auf dem Trainingsplatz vor der Volkswagen-Arena in Wolfsburg. Denn dann wird Erik Gerets, der zunehmend ratlose Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, seinen Profis Grundverhaltensregeln beibringen – vor allem bei Freistößen und Ecken. „Wir müssen die Organisation bei Standards verändern“, analysierte der 50-Jährige nach dem indiskutablen 0:3 seines Teams vor 61 524 Zuschauern bei Schalke 04. „Was da heute passiert ist, war jedenfalls eine Katastrophe.“ Daran änderte auch die Einwechslung von Andres D’Alessandro nichts. Der Spielmacher aus Argentinien konnte seinen Kollegen nicht mehr viel helfen.

Schon zur Halbzeit lagen die Wolfsburger 0:2 zurück. Abstimmung blieb in der VfL-Verteidigung ein Fremdwort, sehr leicht kamen Gerald Asamoah (nach Lincoln-Freistoß) und Ebbe Sand (nach Lincoln-Eckball) durch Kopfball-Tore zu Erfolgserlebnissen. „Sie hätten davor noch in Ruhe eine Zigarette rauchen können“, sagte Gerets zynisch. Schalke erlaubte sich durch Ailton sogar noch den Luxus eines verschossenen Strafstoßes. Was egal war, weil Mike Hanke eine Minute nach seiner Einwechslung zum 3:0 traf (85.). Und Schalke hat jetzt wieder einen Gegner besonders im Blick: Bayern München.

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