Sport : Die zweite Ankunft

Beim 4:2 gegen Krefeld bereitet Eisbären-Zugang Erik Cole sein erstes Tor vor

Claus Vetter

Berlin - Erik Cole schnappte sich den Puck im Mitteldrittel. Der Stürmer enteilte seinem flinken Krefelder Gegenspieler Scott King, spielte einen genauen Pass auf seinen Mitspieler Sven Felski. Der schoss – Tor für die Eisbären. Es war für Cole wohl der Moment, in dem er so richtig in Berlin angekommen war. Schließlich gelang dem mit viel Lob nach Berlin gekommenen Eishockey-Star aus den USA beim gestrigen Spiel seiner neuen Mannschaft gegen die Krefeld Pinguine viel mehr als in seinen vier Einsätzen zuvor. Die Vorlage zum 1:1 durch Felski war der erste Scorerpunkt für Cole in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) überhaupt. Dafür durfte er beim dritten Berliner Sieg in Folge mitwirken. Denn die Eisbären gewannen 4:2 (1:1, 1:1, 2:0).

Es war ein verdienter Sieg für die Berliner, die sich vor 4300 Zuschauern im Sportforum zum letzten Mal vor der Pause in der DEL präsentierten. Ihnen dürfte die neuntägige Unterbrechung wegen des am Mittwoch beginnenden Deutschland-Cups ganz recht kommen. Denn Einfallsreichtum im Spiel der Eisbären – so wie ihn Cole mit seiner Vorarbeit zum 1:1 demonstrierte – ist momentan eine Rarität. Wenn die Berliner gewinnen, dann meist dadurch, dass sie die Gegner niederringen. Das war Dienstag beim 1:0 gegen Kassel so, am Freitag beim 4:3-Sieg in Mannheim der Fall, und das war auch gestern nicht anders.

Einen Rückstand nach einem Tor von Jens Ziesche hatten die Eisbären mit Felskis Tor schnell ausgeglichen. Chris Herperger brachte Krefeld aber noch im ersten Drittel 2:1 in Führung. Danach wurden die Bemühungen der Berliner intensiver, allerdings scheiterten sie zu oft an Torwart Robert Müller. Nur einmal wurde Müller im zweiten Drittel bezwungen: Florian Keller erzielte mit einem Schuss ins rechte Toreck das 2:2 für die Eisbären. Ansonsten hinterließ der Krefelder Torhüter verglichen mit seinem Berliner Nationalmannschaftskollegen Oliver Jonas den besseren Eindruck. Allerdings hatte Jonas auch weniger Gelegenheit, sich zu profilieren. Zu sporadisch waren die Krefelder Angriffe.

Das Spiel Eisbären gegen Müller gewannen die Berliner durch einen Treffer von Derrick Walser fünf Minuten vor Schluss – es war der erste Saisontreffer des Kanadiers. André Rankel erzielte wenig später das 4:2. Mit dem ersten DEL-Tor für Cole sollte es noch nicht klappen. Dafür soll ihm noch ein weiterer Scorerpunkt gutgeschrieben bekommen – aus dem Spiel der Berliner in Frankfurt, die DEL wird in den nächsten Tagen darüber entscheiden. Dafür, dass es bei ihm gestern besser klappte, hatte Cole übrigens eine einfache Erklärung: „Meine Frau ist seit Freitag endlich auch in Berlin, sie hatte mir zum Wohlfühlen noch gefehlt.“

Sein erstes Tor für die Berliner kann Cole nun frühestens am 16. November erzielen: Dann müssen die Berliner im ersten Spiel nach der Pause in der DEL bei Tabellenführer Kölner Haie antreten.

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