Sport : Diego, wo bist du?

Wolfsburg enttäuscht beim 1:1 gegen Düsseldorf.

Ein Spiel zum Grätschen. Der Wolfsburger Yohandry Orozco (am Boden) klärt. Foto: dpa
Ein Spiel zum Grätschen. Der Wolfsburger Yohandry Orozco (am Boden) klärt. Foto: dpaFoto: dpa

Wolfsburg - Ohne seinen Regisseur Diego hat der VfL Wolfsburg den erhofften zweiten Sieg in Serie und einen vorentscheidenden Schritt im Abstiegskampf verpasst. Trotz langer Überlegenheit reichte es am Freitag zum Auftakt des 26. Spieltags der Bundesliga für die Niedersachsen nur zu einem 1:1 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf. „Ohne Diego war es heute sehr schwer“, sagte der Wolfsburger Torschütze Ivica Olic. Die Rheinländer gingen in einer schwachen Partie durch Mathis Bolly in Führung, müssen aber bei acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ebenfalls weiter nach unten schauen. Wolfsburg hat nun zehn Punkte mehr als der Tabellensechzehnte FC Augsburg auf dem Konto.

Gegen tief stehende Gäste vermisste das zweitschwächste Heimteam der Liga vor 24 540 Zuschauern von Beginn an die kreative Inspiration ihres gelbgesperrten Spielmachers. Im Vergleich zum starken 5:2 in der Vorwoche beim SC Freiburg setzte Trainer Dieter Hecking auf Thomas Kahlenberg als Diego-Ersatz und brachte für Ivan Perisic (Innenbandanriss im Knie) den 21 Jahre alten Yohandry Orozco.

Düsseldorf aber zeigte bei einer der wenigen Konterchancen vor der Pause die notwendige Effizienz. Robbie Kruse setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen Simon Kjaer durch. Winter-Neuzugang Bolly entwischte in der Mitte Rodriguez und hatte wenig Mühe, die Flanke zu seinem zweiten Bundesligatreffer über die Linie zu drücken. „Super Konter, Kompliment an die Mannschaft“, sagte Fortunas Sportdirektor Wolf Werner, zeigte sich aber aufgrund der „glücklichen Führung“ wenig zufrieden.

Der eingewechselte Bas Dost sorgte in der zweiten Halbzeit für etwas mehr Angriffsschwung bei den Wolfsburgern, die kurz nach Wiederanpfiff sogar lange vermisste Kombinationsfreude zeigten. Von Orozco in Szene gesetzt, schob Olic den Ball aus elf Metern an Fortuna-Keeper Fabian Giefer vorbei in die lange Ecke. dpa

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